Bauen und Bauen sind nicht dasselbe

„Bàuistella“, das Festival für experimentelles Bauen im Écomusée d'Alsace, zeigt, dass Bauen im Elsass mehr als nur Fachwerk ist…

Das moderne Bauen im Elsass integriert auch Elemente der traditionellen Bautechniken. Foto: Ecomusée d'Alsace

(PM/AW) – Das Ecomusée d’Alsace im oberelsässischen Ungersheim ist immer für Erstaunliches gut. Das trifft auch auf das Festival für experimentelles Bauen, elsässisch „Bàuistella“ zu, dessen Vorbereitungen bereits in vollem Gange sind.

2014 feierte das Ecomusée d’Alsace, Frankreichs größtes Freilichtmuseum, sein 30-jähriges Bestehen. Dies war der Anlass, sich Gedanken über die Herausforderungen von morgen zu machen: Ist die erste Aufgabe des Museums erfüllt und abgeschlossen? Ist sein Kulturerbe erstarrt? Und wie sieht das elsässische Haus der Zukunft aus?

Angesichts dieser Fragestellungen weihte das Ecomusée d’Alsace einen neuen Museumsbereich am alten Dorfrand ein, der sich dem Wohnen im 21. Jahrhundert widmet. Dieser markiert den Beginn eines Dialoges zwischen traditionellem und zeitgenössischem Wohnen, um dem „Kulturerbe“ einen Sinn zu verleihen: Traditionelle Häuser und die mit ihnen verbundene Lebensart können eine Antwort auf äußerst moderne Überlegungen geben und besitzen die Fähigkeit, zahlreiche bedeutende Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft in Bezug auf Umweltschutz, Lebensweise und Nachhaltigkeit anzunehmen. So entstand die Idee zu einem Festival für experimentales Bauen: „Bàuistella“.

Unter diesem Aspekt lautet der Themenschwerpunkt der 1. Ausgabe (de-)montierbare Architektur, die auf den Charakter der elsässischen Fachwerkhäuser verweist, die eben demontierbar sind und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können. Die drei Siegerteams haben dabei mit dem Begriff des Wohnens im weitesten Sinne experimentiert, indem sie die aktuellen Lebensweisen untersucht haben, bei denen Mobilität eine immer größere Rolle einnimmt.

Nach offizieller Ausschreibung und Abstimmung innerhalb einer Fachjury werden drei neue Bauten, die aufgrund ihrer Überlegungen in Bezug auf (de-)montierbare Architektur innovativ sind, ab Mitte Juli 2017 nach vier- bis sechswöchiger Bauzeit in Form von offenen Baustellen im Ecomusée d’Alsace entstanden sein.

Die „Offenen Baustellen“ sollen die Museumsbesucher aktiv in das Projekt einbinden und sie über die Projekte informieren. Die Teams starten mit der Umsetzung ihrer Projekte am 15. März, Baubeginn vor Ort ist der 1. Juni, der gleichzeitig den Auftakt zum Festival bildet. Nach der Phase der Offenen Baustellen und Beendigung der Bauten finden im Laufe des Julis zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen und Vorträge rund um die verschiedenen Realisationen bis zur Abschlussfeier am 24. September 2017 statt.

Alle Informationen über das Ecomusée d’Alsace finden Sie, wenn Sie HIER KLICKEN!

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