Bye, bye, Europa League

Das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League ging für den SC Freiburg in London bei West Ham United reichlich in die Binsen. Macht nichts – es war eine tolle Europa-Saison!

In London gab's für den Sportclub bei West Ham United einmal mehr nichts zu holen... Foto: Thomas Dahlstrøm Nielsen / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – London ist für den SC Freiburg kein gutes Pflaster. Das war schon in der Gruppenphase der Europa League so, als die Freiburger bei West Ham United mit 0:2 verloren und gestern Abend war es sogar noch ein wenig drastischer – West Ham United machte die 0:1-Hinspielniederlage wett und schickte die Breisgauer mit 5:0 nach Hause. Oha.

Der knappe Vorsprung aus dem Hinspiel überdauerte gerade einmal 9 Minuten, bevor der Unterschiedspieler Lucas Paqueta die Führung erzielte. Danach kamen die Freiburger ziemlich unter die Räder. 5:0. Der Rest ist Schweigen.

Aber was soll’s? Man kann in Freiburg nur froh und dankbar für die jahrelange Arbeit von Christian Streich sein, der dem SC nun wiederholt europäische Nächte spendiert hat, wobei man Realist bleiben muss. Europäische Kampagnen wie diese, mit unvergesslichen Fussballnächten wie der Last-Minute-Qualifikation für das Achtelfinale gegen den RC Lens, das ist schon klasse. Für einen Verein, dessen erklärtes Ziel jedes Jahr der Klassenerhalt ist, spielt der SC seit Jahren über seinen Verhältnissen, was eben einem erstklassigen Konzept und den richtigen Leuten am richtigen Platz liegt, vom Cheftrainer über den Präsidenten bis zum Platzwart.

Auch in der Bundesliga klopfen die Freiburger immer wieder an die europäischen Plätze, und auch diese Regelmäßigkeit ist beeindruckend. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt Welten und der SC Freiburg hat sich fest in der Bundesliga etabliert, mit dem Blick eher nach oben als nach unten.

Danke für eine erneute tolle Europa League-Saison, für die guten Leistungen in der Bundesliga und dafür, dass der SC Freiburg trotz aller Erfolge eben doch immer noch der SC Freiburg ist.

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