„Die Projekte des ZEV sind auch für mich von täglichem Interesse“

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer besucht das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz in Kehl – ein Leuchtturmprojekt für die europäische Ausstrahlung Baden-Württembergs.

"Fanta4" für Europa - die Verbraucherschützer Felix Braun, Christian Tiriou und Joachim Schulz mit Bärbel Schäfer. Foto: © ZEV

(PM) – Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer besuchte das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. (ZEV) in Kehl, um sich über die dort durchgeführten, aktuellen Verbraucherschutzprojekte zu informieren. Besonders positiv bewertete die Regierungspräsidentin, die sich seit ihrem Amtsantritt stark für deutsch-französische Fragestellungen engagiert, die Zusammenarbeit des ZEV mit anderen wichtigen Akteuren und Institutionen am Oberrhein. So konnte dank einer Kooperation zwischen dem Oberrheinrat, der Region Elsass und dem ZEV die Kfz-Zulassung von in Deutschland gekauften Fahrzeugen in Frankreich erleichtert werden. „Das ist der richtige Weg – die Bedürfnisse der Verbraucher zu erkennen und darauf zu reagieren. Genau dafür ist der Oberrheinrat da, dort sitzen die Vertreter der Legislative“, kommentierte Schäfer.

Ebenso angetan war die Regierungspräsidentin vom „Oberrhein-Leitfaden“, den das ZEV in diesem Jahr veröffentlicht hat. Dieser praktische Wegweiser versorgt Menschen am Oberrhein mit Informationen und Kontaktdaten aller möglichen Ansprechpartner, die in grenzüberschreitenden Fragen weiterhelfen können. Wichtig war für Bärbel Schäfer, dass für Bürger beiderseits des Oberrheins konkrete Beratungs- und Informationsangebote entwickelt werden, die das Leben im grenzüberschreitenden Raum vereinfachen.

Das Jugendprojekt des ZEV, „Verbraucherschutz macht Schule am Oberrhein“, fällt in das hoch aktuelle Thema „Grenzüberschreitende Mobilität“ – das auch in der neuen EU-Kommission ganz weit oben angesiedelt ist. Projektleiter Christian Tiriou betonte, dass mit künftigen Aktionen für Jugendliche, Schüler, Auszubildende und Studenten besonders auf die wirtschaftliche Herausforderung der Grenzregion eingegangen werden kann. Eine Orientierung durch die bestehenden Projekte, Angebote und Einrichtungen sei für eine erfolgreiche Mobilität grundlegend, insbesondere für junge Menschen, denen gerade auch die praktische Hilfe im grenzüberschreitenden Verbraucheralltag die Mobilität erleichtert.

Auch die Arbeit des „Online-Schlichters“ im ZEV interessierte die Regierungspräsidentin: Was als Pilotprojekt in Baden-Württemberg begann, läuft so erfolgreich, dass sich mittlerweile Bayern, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Partner aus der Privatwirtschaft diesem System der außergerichtlichen Streitbeilegung angeschlossen haben. Eine bundesweite Ausdehnung dieser Einrichtung steht im Koalitionsvertrag der Großen Koalition in Berlin. Dieses Leuchtturmprojekt des ZEV leistet einen wichtigen Beitrag zur europäischen Ausstrahlung Baden-Württembergs, wird es doch auf europäischer Ebene als „Best-Practice-Projekt“ betrachtet. Die Anregung der Regierungspräsidentin, ein solches Angebot auch für den Austausch mit dem südlichen Nachbarn Schweiz einzurichten, stieß beim ZEV auf offene Ohren.

Geplant ist, diesen nun begonnenen Dialog zwischen Regierungspräsidium und ZEV im Interesse der Menschen am Oberrhein weiterzuführen. Infos über die Arbeit des ZEV gibt es unter www.cec-zev.eu.

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