Ein Haus im Elsass kaufen oder verkaufen?

Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V. (ZEV) in Kehl hat eine neue Broschüre herausgebracht, in der alles Wissenswerte über den Kauf oder Verkauf einer Immobilie durch einen Makler in Frankreich steht!

Das Traumhaus in Frankreich gefunden? Dann sollten Sie wissen, wie man mit französischen Maklern zusammenarbeitet! Foto: Heurtelions / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0

(PM / PK / Red) – Sie möchten im Elsass ein Haus kaufen oder verkaufen und wenden sich an einen Immobilienmakler? Sie gehen für ein Studium nach Straßburg und haben ein Zimmer über eine Immobilienagentur gefunden? Das neue Informationsmaterial des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e. V. (ZEV) in Kehl informiert unter anderem über Rechte und Pflichten des Maklers in Frankreich, Verträge und Provisionen.

Wer kann in Frankreich Immobilienmakler werden? – Anders als in Deutschland benötigt man in Frankreich einen gewissen Ausbildungsgrad und einen Maklerausweis, um als Immobilienmakler tätig werden zu dürfen. Gleichzeitig ist der Beruf an mehrere Verpflichtungen gebunden, wodurch Kunden besser als in Deutschland geschützt sind. Deutsche Makler dürfen in Frankreich nur dann tätig werden, wenn sie über einen Europäischen Berufsausweis (EBA) verfügen. Das heißt: Wer in Frankreich eine Immobilie sucht, kann sich nicht einfach an jeden x-beliebigen deutschen Makler wenden.

Was gibt es für Maklerverträge in Frankreich? – Der Maklervertrag („mandat d’agent immobilier“) sollte genaue Angaben über die Dauer des Auftrags, die Aufgaben des Maklers sowie die Maklerprovision („frais d’agence immobilière“) enthalten, so etwa die Höhe der Gebühren und wer diese zu zahlen hat. Beim Immobilienkauf wird zwischen folgenden Maklerverträgen unterschieden: „Mandat exclusif“, „Mandat semi exlusif“ und „Mandat simple“. Je nach Mandatsart gelten für Makler und Auftraggeber unterschiedliche Rechte und Pflichten, die in der neuen Broschüre „Immobilien in Frankreich kaufen oder mieten: Das müssen Sie über Makler wissen” erklärt werden.

Immobilienkauf: Wie hoch ist die Maklerprovision und wer muss sie bezahlen? – Die Höhe der Provision kann mit dem Makler frei verhandelt werden. Beim Immobilienverkauf werden aber meist feste Sätze angewandt. Beispiele:

• Verkaufspreis unter 75.000 € = 8 % Provision
• Verkaufspreis 150.000 bis 375.000 € = 5 % Provision

Achten Sie darauf, was im Vertrag steht. Es kann vorkommen, dass Sie als Käufer die komplette Maklergebühr zahlen müssen, auch wenn Sie den Makler gar nicht beauftragt haben. Der Makler kann in Frankreich übrigens die Verhandlungen mit dem Käufer übernehmen und auch den dort üblichen Vorvertrag („compromis de vente“) aufsetzen. Worauf beim Vorvertrag geachtet werden muss, erklärt das ZEV in der Broschüre „Immobilienkauf in Frankreich“.

Was gilt bei der Wohnungsvermietung? – Wer eine Wohnung bezieht, die über einen Immobilienmakler angeboten wird, kann darauf bestehen, dass die Kosten der Provision mit dem Vermieter geteilt werden. Wie viel der Mieter höchstens zahlen muss, ist gesetzlich festgelegt. Hilfreich ist der Rechner von Service-Public.

Neben Maklern gibt es in Frankreich auch reine Wohnungsvermittlungsbüros („marchands de listes“). Diese stellen aber lediglich Listen mit Mietobjekten und den Kontaktdaten von Vermietern zur Verfügung.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten – Da sich immer wieder Betrüger auf Online-Portalen tummeln, ist bei der Wohnungssuche äußerste Wachsamkeit gefragt. Eine typische Masche: Interessenten werden um eine Anzahlung gebeten, zum Beispiel um eine Wohnung zu reservieren. Grundsätzlich gilt: Niemals im Voraus bezahlen, ohne den Makler und die Wohnung gesehen zu haben. Weitere Informationen und Tipps gibt’s hier: „Betrügerische Wohnungsanzeigen erkennen und sich schützen“.

Die Broschüre „Immobilien in Frankreich kaufen oder mieten: Das müssen Sie über Makler wissen” steht auf der ZEV-Webseite zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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