Kicken am Oberrhein – nicht das Gelbe vom Ei

Letzter Spieltag in der 1. französischen Liga und der Bundesliga – und für die Teams vom Oberrhein endet die Saison ziemlich frustrierend. Ob's nächste Saison besser wird?

Keine berauschende Saison für die drei Erstligisten vom Oberrhein... Foto: Santeri Viinamäli / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Für die drei Erstligisten vom Oberrhein war das Wochenende sehr frustrierend. Der letzte Spieltag ging für den SC Freiburg völlig in die Hose, für Racing lief es nicht viel besser und einzig der FC Basel gewann am vorletzten Spieltag der Abstiegsrunde der Schweizer Super League sein bedeutungsloses Spiel. Nicht so richtig toll.

Der FC Basel gewann bei den Grasshoppers Zürich ein Spiel ohne Bedeutung mit 0:1, hat bei nur noch einem ausstehenden Spieltag natürlich nichts mit dem Abstieg zu tun (während die Grasshoppers in der Relegation versuchen müssen, den drohenden Abstieg zu vermeiden) und bereits jetzt muss man eine enttäuschende Bilanz der Saison ziehen. Sich zum Ende der Saison durch die Abstiegsrunde zu quälen, das ist man in Basel nicht gewohnt und im Sommer werden sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen müssen, dass sich eine solche Saison nicht wiederholt.

Für den Racing Club de Strasbourg endete die Saison mit einer 1:2-Niederlage bei Olympique Lyon, durch ein Tor in der 97. Minute, das die Gastgeber doch noch in einen europäischen Wettbewerb katapultierte. Zwar ist Racing nicht abgestiegen (was ein Spieler als „kleines Wunder“ bezeichnete), doch der Verkauf an einen US-Investor hat aus Racing nicht etwa wie angekündigt einen Kandidaten für Europa gemacht, sondern die B-Mannschaft des FC Chelsea, der dem gleichen Investor gehört. Besserung für die nächste Saison? Kaum in Sicht… Dafür machten es die Frauen von Racing wesentlich besser. Durch ihr 2:0 gegen den FC Nantes sicherten sich die Frauen von Racing die Zweitliga-Meisterschaft und steigen in die Erste Liga auf – Glückwunsch!

Den SC Freiburg hat das gleiche Schicksal ereilt wie den FC Liverpool. In beiden Vereinen hatten die Trainer Christian Streich und Jürgen Klopp bereits vor Wochen ihren Abschied angekündigt und vor lauter tränenreichem Abschiedsrummel haben beide Teams auf der Zielgeraden der Saison ihre Ziele verspielt. Nach dem 1:2 der Freiburger bei Union Berlin, das mit diesem Sieg gerade noch den Abstieg vermied, landen die Breisgauer am Ende auf Platz 10, weit entfernt von einem europäischen Platz, den die Freiburger praktisch die ganze Saison über belegt hatten. Dass Christian Streich einen verdient schönen Abschied bekam, ist eine feine Sache, dass das Team darüber gegen den gesamten Tabellenkeller Punkte verlor, schon weniger. Jammerschade, dass die Spieler über diese Abschiedstour das Kicken vergaßen und da nützt es wenig, wenn jetzt ganz Fußball-Freiburg daran erinnert, „woher man kommt“ und sich den 10. Platz schön redet. Denn Fakt ist, dass der SC Freiburg zum Ende der Saison von einem europäischen Platz kam, doch wer beim Absteiger 1. FC Köln nur ein farbloses Unentschieden holt, der hat am Ende auch keinen Platz in einem europäischen Wettbewerb verdient. Schade.

Die Saison 2023/24 ist vorbei (bis auf ein letztes, wiederum bedeutungsloses Spiel des FC Basel), die drei Vereine vom Oberrhein spielen zwar auch in der nächsten Saison in ihren jeweiligen ersten Ligen, doch wenn man ehrlich ist, dann muss man festhalten, dass alle drei ihre Saisonziele verpasst haben. Ob es in der nächsten Saison besser läuft, muss man abwarten.

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