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Die Kampagne „Beautiful Europe. Vote on May 26!“ wurde gestern offiziell im Europäischen Parlament in Straßburg vorgestellt. Geradezu erfrischend, wie Politik und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten können.

Karine Gloanec-Maurin, Jo Leinen, Christine Revault-D'Allonnes-Bonnefoy, Kai Littmann, Anne Sander gestern im Europäischen parlament. Foto: Franck Dautel / CC-BY-SA 4.0int

(Werner Krassin) – Die von eurojournalist.eu und dem tschechischen Meister-Photographen Frantisek Zvardon lancierte Kampagne „Beautiful Europe. Vote on May 26!“ wurde gestern im Rahmen einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament von den Europaabgeordneten Christine Revault-D’Allonnes-Bonnefoy, Karine Gloanec-Maurin, Anne Sander, Gastgeber Jo Leinen und eurojournalist-Chefredakteur Kai Littmann offiziell vorgestellt. Bis zum Tag der Europawahl am 26. Mai 2019 veröffentlicht eurojournalist.eu täglich einen kurzen Text eines oder einer Europaabgeordneten, warum man am 26. Mai wählen gehen soll, zusammen mit einem der Meisterwerke von Frantisek Zvardon.

Die Kampagne läuft parteiübergreifend, in den Veröffentlichungen, die über verschiedene Kanäle geteilt werden, wird die Parteizugehörigkeit der teilnehmenden Europaabgeordneten nicht ausgewiesen – denn die Kampagne ist, wie Kai Littmann erklärte, eine „Charme-Kampagne für Europa und die Europäische Demokratie“ – ohne parteipolitischen Hintergrund. Das zeigte sich bereits auf dem Podium der Pressekonferenz, wo PolitikerInnen aus dem linken wie dem rechten Lager erklärten, warum sie diese Kampagne von Anfang an aktiv unterstützt haben.

Für Jo Leinen, der in seiner ganzen Karriere für das bürgerschaftliche Engagement gearbeitet hat, war die Unterstützung von „Beautiful Europe. Vote on May 26!“ schnell entschieden. „Wenn sich die Zivilgesellschaft so engagiert wie in dieser Kampagne, dann unterstütze ich eine solche Initiative sehr gerne“, erklärte Jo Leinen in fehlerfreiem Französisch.

Ebenso äußerten sich die beiden französischen Abgeordneten der PS, Christine Revault-D’Allonnes-Bonnefoy und Karine Gloanec-Maurin. Für beide war die Kombination aus den wunderbaren Bildern von Frantisek Zvardon und den kurzen Texten ein gutes Mittel, den Menschen die Schönheiten Europas näherzubringen und damit beizutragen, dass Europa auch einen emotionalen Wert für die Menschen hat. Christine Revault-D’Allonnes-Bonnefoy empfand „ihr“ Bild als ein Symbol der Hoffnung, des Aufbruchs und das passte auch, da sie die allererste war, die sich an dieser Kampagne beteiligt hatte. Karine Gloanec-Maurin erinnerte an den ersten französischen Slogan bei der ersten Europawahl – „Hoffnung“. Und dazu möchte sie, wie sie sagt „Zukunft hinzufügen“ und beide Begriffe zusammen entstehen eben aus der Zusammenarbeit zwischen der Politik und der Zivilgesellschaft. Die Konservative Anne Sander, Europaabgeordnete aus dem Elsass, erinnerte an die Grundprinzipien der Demokratie und die Bedeutung des demokratischen Dialogs, auch und gerade zwischen Menschen, die unterschiedliche Positionen vertreten.

Kai Littmann kündigte dann an, dass heute der Beitrag des Präsidenten des Europäischen Parlaments Antonio Tajani erscheint und das ist eine Art Ritterschlag für diese Kampagne, die bereits von zahlreichen Europaabgeordneten aus allen Fraktionen unterstützt wird. Als nächstes wird eurojournalist.eu bei den Europäischen Institutionen beantragen, dass die Kampagne auch auf den Internet-Seiten der Institutionen geteilt wird und Kai Littmann rief andere Medien, Organisationen und Initiativen in Europa auf, sich ebenfalls an dieser Kampagne zu beteiligen. Ebenso bat er die teilnehmenden Abgeordneten, nicht nur ihre eigenen Beiträge zu teilen, sondern die ganze Kampagne. Begleitende Aktionen sind im Laufe der Kampagne geplant, wie eine Ausstellung der Photos dieser Kampagne mit den Statements der Europaabgeordneten am „Tag der Offenen Tür“ im Europäischen Parlament in Straßburg am 19. Mai 2019, eine Woche vor der Wahl.

Das Schlusswort hatte Jo Leinen. „Alles andere als eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 % wäre dann eure Schuld“, scherzte er in Richtung Kai Littmann. Na, wenn das keine Aufgabe ist…

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