Austausch – Mörder und Terroristen gegen unschuldige Geiseln
Es ist erstaunlich, dass Israel die Nerven behält und die permanenten Provokationen der Hamas bei der tröpfchenweisen Freilassung von Geiseln erträgt.
Die Hamas pflanzt ihren Hass sehr früh den nächsten Generationen ein, damit der Terror nicht stoppt. Foto: Hai Mohammad, Fars Media Corporation / Wikimedia Commons / CC-BY 4.0int
(KL) – Seit Beginn der Waffenruhe sieht die Welt erneut das wahre Gesicht der Hamas-Terroristen, die nicht etwa „Freiheitskämpfer“, sondern barbarische Terroristen sind. Dass Israel zur Rettung möglichst vieler der am 7. Oktober 2023 entführten Geiseln diesem „Austausch“ von unschuldigen Geiseln gegen sehr viel mehr Terroristen und Mördern zugestimmt hat, ist nachvollziehbar und es ist klar, dass Israel alles daran setzt, seine Landsleute vor der Ermordung durch diese Terroristen zu retten. Doch dass die Hamas durch diesen Austausch wieder brutale Mörder zur Aufstockung ihrer dezimierten Reihen erhält, wirft viele Fragen auf. Ebenso wie die von den Terroristen organisierten „Freilassungs-Partys“, die für die Geiseln ein weiterer Traumatismus sind. Der Hass, der auf beiden Seiten auch während des Waffenstillstands weiter geschürt wird, deutet darauf hin, dass man von einer Lösung dieses Konflikt weiter entfernt ist als je zuvor.
Und langsam könnte jetzt auch das Gerede von einem israelischen „Genozid“ aufhören. Würde Israel genozidäre Pläne verfolgen, würde es in Phase 1 des Waffenstillstands nicht 33 Geiseln gegen 1900 Terroristen und Schwerverbrecher austauschen, sondern hätte diese Terroristen und Schwerverbrecher genauso in der Haft umgebracht, wie es die Hamas bereits mit zahlreichen der unschuldigen Geiseln getan hat. Israel hat, im Gegenteil zu den Zielen der Hamas, auch nie erklärt, dass es beabsichtigt, die Palänstinenser auszurotten. Selbst vor den Angriffen im Norden Gazas wurde die Bevölkerung vorab gewarnt und der Umstand, dass viele Zivilisten nicht fliehen konnten, ist den Blockaden der Hamas geschuldet, die diese Zivilisten an der Flucht hinderten, da sie darauf aus waren, spektakuläre Bilder einer leidenden Zivilbevölkerung zu produzieren, um ihre Partner der Hisbollah, der iranischen Milizen und der Huthis zu mehr Aggressionen gegen Israel anzustacheln. Doch eine Terror-Organisation, die ihre eigene Bevölkerung als Geiseln hält und diese auch noch bereitwillig opfert, ist keine „Befreiungsbewegung“, sondern eine Bande gewöhnlicher Terroristen und Krimineller.
Dass Teile der westlichen Linken, der Greta-Thunberg-Generation, diesen Terroristen auch noch zujubelt, ist ein Armutszeugnis, denn diese Hamas-Unterstützer sind nichts anderes als die „nützlichen Idioten“ dieser Terroristen, die den Gaza-Konflikt auf die ganze Welt ausweiten wollen. Dass sich dabei noch die französischen Linksextremen der LFI trauten, den Antrag zu stellen, dass der Strafbestand der „Apologie des Terrorismus“ aus dem französischen Gesetzbuch gestrichen wird, um künftig aktiv Werbung für die Unterstützung des islamistischen Terrors machen zu können, ist unglaublich. Es gab Zeiten, in denen sich der Westen einig war, dass Terror bekämpft und nicht etwa gefördert werden muss.
Aber wie dauerhaft kann der Waffenstillstand in Gaza sein? Wie wird Israel reagieren, wenn die ersten ermordeten Geiseln übergeben werden? Was passiert, wenn die beiden Kleinkinder der Familie Bibas, deren Vater gestern freigelassen wurde, während nichts über den Verbleib seiner Frau und der beiden kleinen Kinder bekannt ist, tatsächlich von der Hamas ermordet wurden? Die Hamas behauptet, dass die Mutter und die beiden Kinder bei einem israelischen Luftangriff ums Leben gekommen seien, doch dies wurde nie von Israel bestätigt. Wie werden die Reaktionen sein, wenn drei Särge erneut gegen Hunderte Terroristen und Mörder ausgetauscht werden sollen?
Angesichts des unwürdigen Spektakels, das die Hamas bei der Freilassung der Geiseln veranstaltet, kann man nur hoffen, dass man in Israel die Nerven behält, wenn ein solcher Fall eintritt. Auf jeden Fall ist diese Waffenruhe sehr zerbrechlich – doch sollten die Umstände den Konflikt wieder aufflammen lassen, wird sich die Hamas warm anziehen müssen, denn dann wird es für die Terroristen sehr, sehr eng werden.
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