Das dürfen wir nie vergessen!
Heute vor 81 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Die Befreier entdeckten das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Geschichte.
In Auschwitz verlor die Menschlichkeit ihr Dasein. Foto: Alexander Voronzow and others in his group, ordered by Mikhael Oschurkow, head of the photography unit / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Der Neofaschismus breitet sich gerade wie ein Buschbrand in der ganzen Welt aus. Ob in den USA, in Russland, im Iran, aber auch in Europa hört man wieder die gleichen Parolen, den gleichen Hass, man erlebt die gleiche Gewalt wie im Nazi-Deutschland der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Wiederholt sich nun der absolute Horror?
Millionen Menschen wurden von den Nazis ermordet, unter den Augen einer Gesellschaft, die begeistert „Heil!“ brüllte, wenn die Sturmtruppen ihre Razzien in den Städten durchführten, Menschen aus ihren Wohnungen zerrten und diese für immer verschwinden ließen. Und heute, 81 Jahre später, ziehen in den USA wieder maskierte Killer durch die Städte, brechen in Wohnungen ein, zerren die Menschen heraus, ermorden direkt vor Ort diejenigen, die versuchen, die Lage zu entspannen und ihre Mitmenschen zu schützen und wieder schauen diejenigen weg, die man jetzt laut hören müsste.
Aber wo sind die Aufschreie der westlichen Staatenlenker nach der Ermordung von Alex Pretti in Minneapolis? Wo sind die Aufrufe Europas, die US-Gestapo ICE endlich zu stoppen? Wo sind die Stimmen Europas, die die Lügen der Trump-Administration und von Trump selbst verurteilen?Alex Pretti war das Gegenteil eines „heimischen Terroristen“, er war ein Aktivist, der versuchte, eine Frau vor den ICE-Mördern zu schützen. Zu keinem Zeitpunkt zog er seine (legal mitgeführte und im Holster gesicherte) Waffe, zu keinem Zeitpunkt bedrohte er die Trump-Schergen – er wurde kaltblütig ermordet. Und unsere westlichen „Verantwortlichen“ schauen weg, wollen es sich keinesfalls mit dem momentan gefährlichsten Despoten versauen, vom dem sie immer noch hoffen, dass er ihre Probleme löst.
Schande über diese „Führer“, Schande über die US-Faschisten, Schande über Trump und Putin, Schande über all diejenigen, die das menschliche Leben geringschätzen und auslöschen. Wir müssen aus der Geschichte lernen, denn wir wissen, wo solche Entwicklungen hinführen. Bereits heute richtet man in vielen Ländern dieser Welt erneut Konzentrationslager ein, für Migranten, deren „Verbrechen“ darin besteht, ihr Leben vor Krieg, Bürgerkrieg, Hunger und Naturkatastrophen zu retten; aber auch Lager für Oppositionelle und Andersdenkende – und die Welt schaut weg und schweigt.
Alle Regime, die sich so verhalten, müssen geächtet und sanktioniert werden und das schließt auch die USA ein. Natürlich hat man bei uns die Hoffnung, dass der wahnsinnige Präsident und 34 Mal verurteilte Straftäter des Amtes enthoben wird, doch solange das nicht der Fall ist, muss Trump genauso behandelt werden wie Putin, Lukaschenko, Ali Khamenei und die vielen anderen Diktatoren.
Die Opfer von Auschwitz und generell des Nazi-Wahnsinns fordern von uns, dass wir uns gegen die Wiederholung der Geschichte wehren, statt erneut zur Seite zu schauen und die blutigen Schlächter gewähren zu lassen. Wer sich gegen den erneuten faschistischen Wahnsinn nicht wehrt, macht sich mitschuldig, wie damals das deutsche Volk, das schwieg, als man ihre Nachbarn abholte und diese für immer verschwanden. Nein, Faschismus kann niemals eine Lösung sein, Faschismus ist das Problem, das man bekämpfen muss. Dass Wegschauen keine Lösung ist, das sollten wir in Deutschland am besten wissen. Stoppt Trump, stoppt die Diktatoren dieser Welt, die uns in die nächste Katastrophe führen!
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