Der Verrat
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die iranische Revolution verraten und will jetzt mit dem mörderischen Mollah-Regime einen „Deal“.
Diese Aufnahme entstand am 9. Januar in der Stadt Neyshabur. Das Regime stand kurz vor dem Sturz. Doch dann griff Trump ein. Foto: ماشین باز/ Wikimedia Commons / CC0 1.0
(KL) – Der selbsternannte „Friedensengel“ Donald Trump hatte noch vor wenigen Wochen einen ganz anderen Diskurs als heute. Damals beklagte er das mörderische Handeln der Mollahs, die vielen Toten bei den Demonstrationen, die vielen Hinrichtungen – und rief die Iraner auf, öffentliche Plätze und Gebäude zu besetzen. Dabei sagte er den Satz „Help is on the way“. Doch das war nur eine der üblichen Trump-Lügen. Jetzt will er mit dem Mollah-Regime einen „Deal“ ausarbeiten und stärkt damit dieses verbrecherische Regime.
Verschiedene Quellen im Iran berichten von bis zu 100.000 Toten und 50.000 Verhafteten und davon, dass die Hinrichtungen im Land ungebremst weitergehen. Wahrscheinlich wird man die genaue Anzahl Opfer nie erfahren, aber es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Mollahs einen Völkermord begangen haben – am eigenen Volk. Seltsam, dass die ansonsten so engagierten Hamas-Freunde in der europäischen extremen Linken es nicht schaffen, diesen Völkermord zu verurteilen und das Ende des Mollah-Regimes zu fordern.
Die Berichte, die uns täglich aus dem Iran erreichen, sprechen ebenfalls davon, dass die Hinrichtungen keineswegs ausgesetzt oder beendet wurden, im Gegenteil. So wurden in den letzten drei Wochen 243 Menschen exekutiert, und alleine zwischen dem 3. und dem 10. Februar 99 Menschen. Der Blutrausch der Mollahs geht ungebremst weiter und man erkennt den amerikanischen Zynismus an der Erklärung von JD Vance vorgestern, als dieser bei einem Interview sagte, dass die USA keinesfalls beabsichtigen, das Mollah-Regime zu beenden, denn jetzt wollen die USA einen „Deal“ mit den verbrecherischen Theokraten. „Ein Umsturz im Iran ist alleine Sache der Iraner“, wusch sich Vance die Hände in Unschuld. Keine Rede mehr von „Help is on the way“.
Dass ausgerechnet die USA dieses mörderische Regime im Sattel halten, ist ein offener Verrat am iranischen Volk, der das ohnehin bereits weltweit zerrüttete USA-Bild noch weiter in den Dreck zieht. Die Iraner werden diesen Verrat nicht vergessen und dass Trump seine Pläne ausgerechnet mit Nethanjahu bespricht, ist ein weiterer Skandal.
So bleibt nur noch die Hoffnung, dass alle Beteiligten, von Ali Khamenei bis Donald Trump, sich eines Tages auf einer Anklagebank wiederfinden und dass dort im Gerichtssaal ein Prozess der Güteklasse „Nürnberg 2“ stattfindet. Die Verbrecher in Anzug und Krawatte müssen für ihre Untaten zur Rechenschaft gezogen werden, denn anders, als Trump permanent ungefragt behauptet, hat dieser Mann nicht etwa Millionen Menschenleben gerettet, sondern den Tod zahlreicher Menschen zu verantworten. Dass er dafür, zusammen mit seinen ebenso widerlichen Helfern, gerade stehen muss, klingt zwar heute wie in frommer Wunsch, doch in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte auch niemand damit gerechnet, dass es zu einem Prozess wie in Nürnberg kommen wird. Doch bis es so weit ist, geht der Blutrausch der Mollahs weiter – mit der Unterstützung des schlimmsten Präsidenten, den die USA je erlebt haben.
Kommentar hinterlassen