Der Welt größtes Besäufnis
Heute startet in München das Oktoberfest – Millionen Besucher werden bis zum 6. Oktober auf der Theresienwiese erwartet und jede Menge Geld in die Münchner Kassen spülen.
Bis zu 15,60 € kostet dieses Jahr die Mass auf dem Oktoberfest... Foto: Markburger83 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0
(KL) – Heute startet in München das weltgrößte Besäufnis, das Oktoberfest. Nach dem letzten Rekordjahr 2023, als nicht weniger als 7,2 Millionen Besucher auf die Theresienwiese kamen, hofft man auch dieses Jahr auf regen Zulauf und dass die Besucher viel Bier trinken. Denn der Bierkonsum auf der Wies’n geht zurück. Letztes Jahr tranken die 7,2 Millionen Besucher „nur“ 6,5 Millionen Maß Bier, was allerdings auch mit den immer weiter steigenden Preisen zusammenhängen kann.
Die Maß Bier kostet dieses Jahr zwischen 13,60 und 15,30 € und das ist eine Steigerung von fast 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Ob Preiserhöhungen bei rückläufiger Kaufkraft der Menschen das richtige Rezept sind, wird man nach dem Oktoberfest wissen. Es sollte allerdings niemand denken, dass wenn er schon so einen stolzen Preis für eine Maß bezahlt, dass er dann auch den Krug als Souvenir vom Festgelände schmuggeln kann – das Sicherheitspersonal ist für den richtigen Blick geschult und wer dabei erwischt wird, so einen sperrigen Krug mitzunehmen, muss mit Strafen rechnen. Allerdings kann man die Krüge auch kaufen und diese werden dann so gekennzeichnet, dass man damit auch durch die Sicherheitskontrollen kommt.
Überhaupt, Sicherheit. Die Sicherheit wurde massiv aufgerüstet, auch, wenn es von offizieller Seite heißt, dass es keine besondere Bedrohungslage gibt. Für Frauen, die sich von Betrunkenen (oder Nüchternen…) belästigt fühlen, gibt es einen speziellen „Safe Space“, wo man bei Bedarf Hilfe findet.
Wer seinen Hund oder Wellensittich mit auf die Wies’n bringen will, wird vor verschlossenen Toren bleiben. Denn einzig die kaltblütigen Brauereipferde und Assistenzhunde dürfen auf das Gelände. Also die Haustiere daheim lassen.
Anreisen sollte man am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn die Vorstellung, dass man in Wies’n-Nähe einen Parkplatz finden könnte, ist abenteuerlich. Und auch, wenn man den Heimweg per Auto antritt, sollte man sich so organisieren, dass man einen nüchternen Fahrer im Auto hat, denn auch die Polizei weiß, dass Oktoberfest ist und führt daher zahlreiche Kontrollen durch.
Ebenso wird, trotz Legalisierung von Cannabis, darauf geachtet, dass niemand auf der Wies’n kifft – das würde teuer werden. Saufen, bis der Arzt kommt, gerne, aber keinen Joint, denn das würde einen Verfall der Sitten bedeuten.
So oder so, alles Wissenswerte zur Wies’n 2024 finden Sie unter der offiziellen Website des Oktoberfests und dann heißt es heute wieder „O’zapft is!“.
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