Die Hinrichtungen im Iran gehen ungebremst weiter

Kaum noch jemand spricht von dem Horror, den das iranische Mullah-Regime dem eigenen Volk antut. Alles dreht sich nur noch um Donald Trump, während das iranische Volk vergessen wird.

Die zahlreichen Bilddokumente von den barbarischen Hinrichtungen im Iran können wir hier nicht veröffentlichen – sie sind unerträglich. Foto: Mehr News Agency / Wikimedia Commons / CC-BY 4.0int

(KL) – Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki sind „nur“ zwei Namen. Zwei Namen von weitaus mehr als 2000, die das theokratische Terror-Regime in nur einem Jahr unter fadenscheinigen Anschuldigungen zum Tode verurteilt hat. Beide sind gestern hingerichtet worden, zwei weitere Opfer des ein Martyrium erleidenden Volks, das immer mehr vergessen wird. Wenn man heute vom Iran spricht, dann geht es zumeist um die Trump’schen Deals, die Lügen des amerikanischen Präsidenten, die Straße von Hormuz und Big Business im Energiesektor. Dass währenddessen das iranische Volk unter immer schlimmeren Repressionen leidet, wird kaum noch thematisiert.

Nur noch NGOs wie der NCRI oder die „Iran Human Rights – IHRNGO“ berichten weiter von den Horror-Verbrechen dieses Regimes, das dank Donald Trump fester im Sattel sitzt als zuvor. „Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit“, analysiert die IHRNGO. Und wenn es keine „sicherheitsrelevanten Straftaten“ zu verurteilen gibt, greift immer wieder der Strafbestand des „Kriegs gegen Gott“, auf den im Iran die Todesstrafe steht.

Seit Beginn der Proteste im Iran sind Zehntausende Menschen ums Leben gekommen, ermordet von den Revolutionsgarden, die zwar im Westen als Terror-Organisation eingestuft sind, doch das stört die amerikanischen Amateur-Verhandler wenig, obwohl diese genau wissen, dass das neue Mullah-Regime im Iran unter Kontrolle eben dieser Revolutionsgarden steht. Aber wenn am Horizont ein „Deal“ für Donald Trump winkt, ist den USA so ziemlich alles egal.

Von „Regimewechsel“ spricht niemand mehr, jetzt geht es in erster Linie darum, das amerikanische Kriegs-Narrativ aufrecht zu halten und die von den USA blockierte Straße von Hormuz wieder zu öffnen, damit wieder mehr Geld verdient werden kann. Dass die USA trotz einer offiziell bestehenden Waffenruhe weiter Angriffe fliegen und dass der Iran Ziele in den Nachbarstaaten wie Kuwait angreift, das scheint auch niemanden weiter zu kümmern. Doch bei all dieses Kriegshandlungen gerät das Schicksal des iranischen Volks immer weiter in Vergessenheit.

Im Januar 2026 standen die Iraner ganz kurz davor, das Mullah-Regime zu stürzen, doch gleich mehrfach wurde diese aufkeimende Iranische Revolution von Donald Trump verraten. Inzwischen hat der US-Präsident das neue Regime, das keinesfalls besser ist als das alte, als „vernünftige und intelligente Leute“ geadelt, was in den Ohren der Iraner wie ein Schlag ins Gesicht wirken muss. Statt des Sturzes des Regimes haben die USA dafür gesorgt, dass die Theokratie weiter tun und lassen kann, was sie will.

Die Verhandlungen sind festgefahren, auch, wenn Trump alle paar Tage erklärt, dass die Iraner um einen „Deal“ betteln würden, dass sie bereit wären, ihr angereichertes Uran abzugeben und sich verpflichten würden, keine Atombombe zu bauen. Dass nach jeder dieser Erklärungen, bei denen sich Trump wie immer selbst über den grünen Klee lobt, sofort das entsprechende Dementi aus Teheran folgt, stört in Washington niemanden. Hauptsache, die MAGA-Sekte glaubt die ständig wiederholten Lügen und glaubt weiterhin daran, dass Trump die Situation im Griff hat. Und da Amerikaner ohnehin keine internationalen Medien konsumieren, glauben die MAGAs eben auch die Lügen zum Thema Iran.

Aber im Iran geht es nicht um Donald Trump und dessen Hoffnung, mit dem Iran-Krieg den Epstein-Skandal aus den Schlagzeilen verschwinden lassen zu können, sondern es geht um ein uraltes, großes Volk, das bereits eine Hochkultur entwickelte, als man in Europa noch mit einem Fellschurz durch den Schlamm robbte.

Aber wer hilft den Iranern jetzt? Die letzte oppositionelle Organisation im Iran sind die Volksmuhadjedin, deren Aktionsradius extrem eingeschränkt und gefährlich ist, da bereits die Mitgliedschaft bei den Volksmuhadjedin (PMOI) mit dem Tod bestraft werden kann, wie es erst vor wenigen Tagen Zahra Tabari widerfahren ist.

Angesichts der fortlaufenden Terrorakte dieses Regimes kann die internationale Gemeinschaft die Iran-Frage nicht mehr alleine den völlig überforderten und inkompetenten USA überlassen. Gerade wir Europäer müssen jetzt eigene Ansätze ohne die USA entwickeln, denn das, was Washington zum Thema Iran produziert, ist nichts anderes als die Festigung eines kriminellen Regimes. Dazu schwebt immer die Drohung im Raum, dass die USA jederzeit wieder anfangen könnte, zivile Ziele anzugreifen und das Leiden des iranischen Volks weiter verschlimmern. Die europäischen Instanzen müssen sich jetzt an den Tisch setzen und überlegen, wie man ohne die USA positiv auf die Situation im Iran einwirken kann.

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