Die Königin ist wieder da
Am Sonntag hat der Tennis-Star vergangener Zeiten Serena Williams angekündigt, in Wimbledon auch im Einzel mit einer Wild-Card anzutreten.
Serena Williams in Wimbledon - wer hâtte das gedacht? Foto: Edwin Martinez / Wikimedia Commons / CC-BY 2.0
(Théo Bornier) – Nach ihrem ersten Spiel seit langem auf Rasen, nach einem Doppel mit der Nummer 9 der WTA-Weltrangliste Victoria Mboko, hatte Serena Williams nicht nur ihre Teilnahme im Doppel in Wimbledon mit ihrer Schwester Venus Williams angekündigt, sondern auch ihren Start im Einzel.
Mit 23 Grand-Slam-Titeln, davon 7 in Wimbledon, zählt Serena Williams zweifellos zu den größten Spielerinnen aller Zeiten. Nach den French Open, bei denen praktisch die gesamte Setzliste ausgeschieden war und mit Mirra Andreeva eine Spielerin ihren ersten Grand-Slam-Erfolg feierte, ist der Start von Serena Williams eines der absoluten Highlights der Wimbledon-Ausgabe 2026. Ihre Teilnahme hat einen medialen Hype ausgelöst, wie man ihn selten im Frauen-Tennis erlebt hat.
Ihre Vorhand dürfte nach wie vor eine der besten sein, ihre Erfahrung und Fähigkeit, ihre Emotionen im Griff zu behalten, ihr Talent, mit dem sie unter Druck ihr Spiel steigern kann – all das sind Stärken, die für sie sprechen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten auf allerhöchstem Niveau und trotz ihrer Verletzungen und der langen Karriere-Unterbrechung, ist und bleibt Serena Williams eine Ikone des Tennissports und des Sports ganz allgemein. Ihr Engagement für die Gleichstellung der Frauen und der Diversität im Sport ist bemerkenswert und so ist es kein Wunder, dass sie in den USA 2003, 2010, 2016 und 2018 Sportlerin des Jahres wurde.
Ihren letzten Grand-Slam-Erfolg feierte sie 2017 bei den Australian Open – damals schlug die zu dem Zeitpunkt schon 35jährige im Finale ihre Schwester Venus, obwohl sie bereits im 2. Monat schwanger war.
2022 hatte die zweifache Olympia-Siegerin im Magazin „Vogue“ erklärt, dass sie sich fortan auf ihre Familie und ihre unternehmerischen Aktivitäten konzentrieren wolle, wobei sie das damals nicht einen „Rücktritt“, sondern eine „Entwicklung ihrer Karriere“ nannte.
Die Rückkehr der heute 44jährigen Serena Williams in Wimbledon ist mehr als eine sportliche Randnotiz. Zwischen Nostalgie, Bewunderung und Neugier ist die amerikanische Tennis-Legende eine Sensation. Welcome back in Wimbledon, Serena Williams!
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