Die neue amerikanische Sicherheits-Doktrin
Die Nachfolger von Donald Trump werden Jahre brauchen, die Verrücktheiten dieses Präsidenten wieder rückgängig zu machen. Und diese Doktrin geht auch Europa an.
Dieser Mann ist für die Welt genauso gefährlich wie Wladimir Putin. Foto: Gibrán Aquino / Wikimedia Commons / CC-BY 4.0int
(KL) – Für Journalisten ist Donald Trump als täglicher Themengeber ein Geschenk des Himmels, für die Welt ist der Mann die Ausgeburt des Teufels. Die neue „Sicherheits-Doktrin“ der USA beinhaltet eine Art Kriegserklärung an Lateinamerika und auch eine düstere Prophezeiung für Europa.
Das, was in dieser Doktrin steht, existiert bereits in der Praxis. Analog zu Putins „militärischer Spezialoperation“ führt Trump bereits heute eine Art Krieg gegen Venezuela und bedroht auch schon Kolumbien. Natürlich ohne Kriegserklärung, denn so etwas scheint heute aus der Mode gekommen zu sein.
Dafür will Trump das amerikanische Engagement in Europa herunterfahren, was man sicherlich in der Ukraine, aber auch bei den „Willigen“ nur ungern hört. Denn irgendwann werden sich die Europäer nicht mehr mit starken Sprüchen und pharaonischen Geldbeträgen aus der Affäre ziehen können – wenn die Amerikaner ihr europäisches Engagement reduzieren, werden die europäischen Sprücheklopfer handeln müssen, und dazu sind sie kaum in der Lage.
„Europa steht vor seiner ‘zivilisatorischen Auslöschung’. Sollte sich die aktuelle Entwicklung fortsetzen, wird der Kontinent in 20 Jahren oder weniger nicht mehr wiederzuerkennen sein“, behauptet die US-Doktrin und meint damit die Immigration in Europa. Der offene Rassismus der neofaschistischen US-Regierung ist nur schwer erträglich und dass der US-Präsident ganze Völker wie die Somalier als „Abfall“ bezeichnet, spricht Bände. Der „Abfall“ residiert momentan im Weißen Haus und man darf gespannt sein, was Trump einfallen wird, um sich auch nach 2029 weiter an der Macht zu halten.
Der neofaschistische Rassismus dieser US-Regierung ist nun auch Schwarz auf Weiß festgehalten. So feiert diese Doktin die rechtextremen Parteien in Europa, die überall Rückenwind haben. Wieder schwadronieren die Amerikaner davon, dass die „freie Meinungsäußerung in Europa zensiert wird“ – und das von einer Regierung, die alle ihr nicht genehmen Medien verklagt, beleidigt und versucht mundtot zu machen.
Auch die Aussage, dass die weltweite Massenmigration gestoppt werden müsse, stimmt nachdenklich. Denn die Ursachen für die Massenmigration sind die Diktatoren und Trump-Freunde dieser Welt, die ihre Bevölkerungen schinden und prächtige Geschäfte mit Trump & Ko. machen. Menschen zu verunglimpfen, die vor Krieg, Bürgerkrieg und menschengemachten Naturkatastrophen oder Hunger flüchten, ist eine moralische Fehlleistung, doch an solche Fehlleistungen ist man bei Donald Trump inzwischen gewöhnt.
Damit die ganze Welt eines Tages so krank tickt wie dieser US-Präsident, verkündet die US-Doktrin, dass man den „Widerstand gegen den aktuellen Kurs Europas innerhalb der europäischen Nationen kultivieren“ wolle. Das klingt mächtig nach einer Einmischung in die europäischen Angelegenheiten und über kurz oder lang werden sich die europäischen Spitzenpolitiker überlegen müssen, ob sie diesem Wahnsinnigen weiterhin in den Hintern kriechen wollen, oder ob man nicht irgendwann mit diesem Herren so verfahren muss wie mit Russland.
Die Unterstützung der USA für rechtsextreme Parteien in Europa ist zweifellos eine Einmischung, die sich niemand gefallen lassen muss. Man kann nicht die Versuche der Einmischung der Einen verdammen, aber die der Anderen einfach hinnehmen.
Mit dieser neuen „Sicherheits-Doktrin“ werden die USA ganz klar zu einem „Schurkenstaat“ und sollten entsprechend behandelt werden. Das einzige Recht, das die USA noch anerkennen, ist das Recht des Stärkeren, Werte wie „Demokratie“ oder „Rechtsstaat“ sind in den USA des Donald Trump längst ausgehebelt, seine Sturmtruppen verbreiten Angst und Schrecken in den amerikanischen Städten und nebenher ruiniert dieser Mann auch noch die Weltwirtschaft. Europäische Politiker, die vor Trump auf den Knien liegen, wie beispielsweise Ursula von der Leyen, sollten schleunigst von ihren Aufgaben entbunden werden, denn eine Unterwerfung unter die USA wird Europa nur weiter schaden können. Es ist Zeit, dass wie die transatlantische Freundschaft so lange auf Eis legen, wie Trump in der Welt sein Unwesen treibt.
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