Die Tour de France kehrt ins Elsass zurück
Heute startet das Peloton von Barcelona aus auf eine für Ausreisser und Sprinter konzipierte Etappe. Doch bei den Zeitfahren und in den Bergen werden sich Pogačar und Vingegaard gegenseitig belauern.
Die "Tour der Leiden" startet heute in Barcelona und auch eine Elsass-Etappe steht auf dem Programm. Foto: Hugo LUC / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int
(Théo Bornier) – Darauf freuen sich die Radsport-Fans in der Regio! Am 18. Juli startet die 14. Etappe der diesjährigen Tour de France in Mulhouse, dem Eingangstor des Departements Haut-Rhin, bevor die Strecke in die Vogesen hoch führt. Die Fahrer müssen mehrere Pässe überqueren, bevor sie auf dem Markstein ankommen, über 1.200 Meter über dem Meeresspiegel. Eine Etappe, bei der sowohl die Top-Fahrer als auch mutige Ausreißer eine Chance haben, vor den schweren Alpenetappen noch ein paar Sekunden zu gewinnen.
Die Organisatoren haben bei der Gestaltung dieser elsässischen Etappe nichts dem Zufall überlassen: Die Höhenankunft am Markstein, die bereits in der Vergangenheit auf dem Programm stand, hat immer wieder zu Überraschungen geführt. Hier im Mittelgebirge, einer nur scheinbar einfachen Etappe, haben sich schon etliche Fahrer eines der Wertungstrikots überstreifen können. Die Sprinterteams haben auf dieser Etappe allerdings kein Mitspracherecht, da sie eindeutig für die Bergspezialisten bestimmt ist.
Nach der Elsass-Etappe geht es ans Eingemachte. Die Tour führt weiter südlich, wo vier Alpen-Etappen auf dem Programm stehen, auf denen sich die diesjährige Tour wohl entscheiden wird. Doch zunächst steht vor den Alpen noch ein schwieriges Zeitfahren an, bevor es dann am Galibier ernst wird – diesen Berg müssen die Fahrer gleich zweimal hinauf fahren. Wer mit Vorsprung aus den Alpen kommt, wird wohl die Gesamtwertung am 26. Juli auf den Champs-Élysées in Paris gewinnen.
In den Alpen wird die Geschichte dieser Tour geschrieben, im Duell zwischen Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard. Der Slowene, ein unglaubliches Allround-Talent, der gleichermaßen das Zeitfahren, den Berg und den Sprint beherrscht, startet dieses Jahr mit hohem Selbstvertrauen, das er bei den Frühjahrsklassikern gesammelt hat und mit einem VAE-Team, das darauf ausgelegt ist, ihn speziell auf den schweren Bergetappen zu unterstützen. Aber auch Vingegaard strotzt vor Selbstvertrauen, allerdings muss sein Visma-Lease-Team auf einen wichtigen Helfer verzichten, den Belgier Wout Van Aert. Das Duell zwischen Vingegaard und Pogačar wird diese Tour prägen, für Außenseiter dürfte nur der dritte Platz auf dem Podium in Paris ein realistisches Ziel sein.
Wird der Däne Jonas Vingegaard, der die Tour in den Jahren 2022 und 2023 zweimal gewonnen hat, einen dritten Erfolg feiern? Oder wird der viermalige Sieger und Titelverteidiger aus Slowenien Tadej Pogačar mit einem fünften Erfolg den Rekord bei der Tour de France einstellen? Die Antwort gibt es am 26. Juli in Paris, nach einer Tour de France, bei der endlich einmal wieder auch die Fans aus der Regio bei einer Etappe live dabei sein können!
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