Die Tränen des Laurentius
In den kommenden zwei oder drei Nächten kann man wieder ein wunderbares Spektakel am Nachthimmel beobachten – die „Tränen des Laurentius“.
In den nächsten drei Nächten ist es wieder soweit - die Sternschnuppen der Perseiden tanzen über den Nachthimmel. Foto: Siarakduz / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int
(KL) – Die „Laurentiustränen“ oder Perseiden genannten Himmelskörper werden in diesen Tagen wieder über den Himmel huschen. Dieser Sternschnuppenschwarm hat in dieser und den nächsten beiden Nächten seinen Höhepunkt und da der Brauch will, dass man sich etwas wünschen darf, wenn man eine Sternschnuppe sieht, sollte man sich das in diesem Jahr nicht entgehen lassen…
Dieser Sternschnuppenschwarm ist ein Haufen kleiner und kleinster Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Sobald diese manchmal nur staubkorngroßen Teilchen in die Erdatmosphäre eintreten, erhitzen sie sich im Bruchteil einer Sekunde auf unglaubliche Temperaturen, um dann in der Athmosphäre zu verglühen. Dieses kurze Phänomen, das wie ein Blitz durch den Himmel zuckt, ist das, was wir eine Sternschnuppe nennen.
Dauer und Helligkeit des Phänomens hängen vermutlich mit der Größe der Objekte zusammen. In diesen Nächten kann man bis zu 100 solcher Sternschnuppen am Himmel beobachten (und entsprechend viele Wünsche formulieren, nur laut ausprechen darf man sie nicht…).
Und warum Laurentius? Diese Nächte wurden im Mittelalter nach dem Heiligen Laurentius bekannt, da man am 10. August seinen Namenstag feierte. Und da der Mann im Jahr 258 auf einem Gitterrost zu Tode gequält wurde, benannte man die Flut der Sternschnuppen eben nach ihm. Das schon wissenschaftlicher klingende „Perseiden“ ist darauf zurückzuführen, dass die Astronomen lange dachten, dass dieser Sternschnuppenschwarm mitten aus dem Sternbild Perseus stamme, was aber eben auch nicht stimmt, da er eben ein „Abfallprodukt“ von 109P/Swift-Tuttle ist.
Aber sei’s drum – wir sind mitten in einer Schönwetterphase und das ist das ideale Wetter, um auf den Berg zu fahren, beispielsweise den Kandel oder Feldberg im Schwarzwald oder die Berge in den Vogesen, um dort fernab vom künstlichen Licht der Stadt dieses beeindruckende Himmelsspektakel anzusehen. Einfach eine Decke oder einen Schlafsack mitnehmen, sich darauf legen und in den Himmel schauen. Und sich dann jede Menge Dinge wünschen…
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