Die USA beginnen mit der Plünderung der Ukraine
Vor einigen Monaten zwang Donald Trump die Ukraine zu einem Abkommen über die Ausbeutung der ukrainischen Bodenschätze. Und die beginnt jetzt.
Lithium – der Stoff, der Trump in der Ukraine interessiert. Aber das ist auch schon alles... Foto: James St. John / Wikimedia Commons / CC-BY 2.0
(KL) – Es ist erst wenige Monate her, dass Donald Trump die Ukraine zwang, ein Abkommen über die Ausbeutung der ukrainischen Bodenschätze zu unterzeichnen, im Gegenzug für vage Zusagen von „Sicherheitsgarantien“, die am Ende gar keine waren. Während der Krieg in der Ukraine immer weiter eskaliert, während sich die USA aus der Unterstützung der Ukraine verabschiedet haben, hat Trump nun einem seiner Freunde die Lizenz zur Ausbeutung der Lithium-Vorräte der Ukraine erteilt. Das Ganze wirkt ein wenig wie Leichenfledderei.
Zwei Bieter dürfen nun die ukrainischen Bodenschätze ausbeuten. Laut einem Bericht der New York Times handelt es sich einerseits um den Erben des Kosmetik-Konzerns „Lauder“, Ronald S. Lauder, mit dem Trump seit ihrer gemeinsamen Studienzeit befreundet ist. Der zweite Bieter, der nun die Ukraine ebenfalls ausschlachten darf, ist das Unternehmen „TechMet“, ein amerikanischer Investor, der erst vor einigen Jahren gegründet wurde. Und somit beginnt nun die Ausplünderung der Ukraine durch die USA, die ansonsten keinerlei Anstalten machen, der Ukraine weiterhin zu helfen. Das einzige, was die USA noch tun, sind „Deals“. So dürfen Drittstaaten gerne US-Waffen kaufen, um diese dann an die Ukraine weiterzureichen. Ansonsten diskutieren die USA weiter mit Russland über die Aufteilung der ukrainischen Energie-Schätze.
Wie verzweifelt Selenskyi inzwischen ist, das merkt man daran, dass er weiterhin auf die neofaschistischen USA setzt, in der leider irrigen Hoffnung, dass aus Washington entscheidende Impulse zur Beendigung des Kriegs kommen. Nur, das wird nicht passieren, denn Trump hat Blut geleckt und will überall auf der Welt Krieg führen, nur nicht gegen Russland, dessen Diktator Putin sein großes Vorbild ist.
Dabei musste nun eine Kommission, in der auch ukrainische Vertreter sitzen, darüber entscheiden, wer die Ukraine nun ausplündern darf. Dass die Wahl auf einen Trump-Freund fiel, ist wenig erstaunlich, denn die USA werden heute gemanagt wie eine kriminelle Vereinigung, in der man in erster Linie seine treusten Adlaten bedenkt.
Das alles passiert, während die „Koalition der Willigen“ großartige Pläne für die Entsendung von Truppen in die Ukraine schmiedet (aber erst, wenn Russland einem Friedensvertrag zugestimmt hat, was auf Jahre hinaus nicht passieren wird) und während sich die USA in ein offen faschistisches Land verwandeln, dass im In- und Ausland alles umbringt, was nicht bedingungslos hinter einem kriminellen, als Straftäter verurteilten Präsidenten steht, der völlig jede Bodenhaftung verloren hat. Es sieht so aus, als habe Selenskyi auf das falsche Pferd gesetzt, denn gegen Russland wird Trump nur dann vorgehen, wenn er dabei Geld verdienen kann, wie beispielsweise durch die Kaperung von zwei russischen Öltankern auf den Weltmeeren (wobei diese Kaperung zu Zwecken der Kontrolle vom Seerecht daher abgedeckt war, dass diese Tanker nachweislich unter falscher Flagge unterwegs waren, was einen solchen Einsatz rechtlich absichert).
Während also die Ukrainer Nacht für Nacht unter den russischen Angriffen leiden, während der Blutzoll der Ukraine immer höher wird, beginnen die USA bereits mit dem Ausschlachten dessen, was man in der Ukraine noch zu Geld machen kann.
Wann werden wir endlich verstehen, dass die USA des Donald Trump für Europa genauso ein „Feind“ sind wie Wladimir Putin? Vor Trump Männchen zu machen, bringt leider überhaupt nichts und es wird Zeit, dass Europa und auch die Ukraine ihr Verhältnis zu den USA grundsätzlich auf den Prüfstand stellen. Je schneller, desto besser.
Vom Euro einmal abgesehen, was ist eigentlich Europa? Europa ist kein Staat und verfügt über keine gemeinsame Armee, was in der jetzigen Lage jedoch das allernötigste wäre um vom Rest der Welt ernst genommen zu werden. Europa hat im Grunde genommen auch keine gemeinsame Außenpolitik. Sobald es unbequem wird, bemüht sich jedes EU-Mitglied um sein eigenes Anliegen. Alles in allem: Europa mit seinen jetzigen Institutionen ist eine politische Fata Morgana.
So traurig das ist – Sie haben völlig Recht. Was dann auch die ständigen Gipfel, Meetings, Treffen etc. ziemlich unnütz aussehen lässt.