Die USA verhandeln sich in eine Sackgasse hinein

Heute sollen in Pakistan die Gespräche zwischen dem Iran und den USA wieder aufgenommen werden. Hauptproblem – der Amateurismus der US-Delegation.

Mit JD Vance als Verhandlungsführer für die USA wird nicht viel herauskommen... Foto: DonkeyHotey / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Nun soll heute also in Pakistan weiter zwischen dem Iran und den USA verhandelt werden. Die Chancen auf ein zuverlässiges Abkommen gehen gegen Null, zumal der Iran gestern ankündigte, so lange kein Verhandlungsteam nach Pakistan zu schicken, wie die amerikanische Blockade der iranischen Häfen andauert. Also dürften die Amerikaner erst einmal ohne Gesprächspartner dastehen und wenn man sieht, wen die USA wieder nach Pakistan entsenden, dann besteht wenig Hoffnung auf Sinnvolles.

Die USA werden wieder von Kosmetikvertreter JD Vance, Immobilienmakler Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner vertreten, die allesamt von Diplomatie und Politik keine Ahnung haben. Währenddessen spielt der Iran auf Zeit, so, wie es Teheran seit über 20 Jahren bei allen Verhandlungen tut. Sollten die Iraner tatsächlich keine Delegation nach Pakistan schicken, stünde die amerikansiche Delegation da wie bestellt und nicht abgeholt.

Festhalten muss man allerdings, dass alle „Erfolge“ und „ganz kurz bevorstehenden Einigungen“, die der amerikanische Präsident stolz verkündet, alle sofort vom Iran dementiert werden.

Unter Druck stehen beide Seiten. Die USA brauchen ganz dringend ein Ergebnis, denn die Stimmung in den USA schlägt täglich mehr gegen eine völlig inkompetente und korrupte Administration um – und der Iran muss befürchten, dass die USA dann doch in ihrer Hilflosigkeit alles unternehmen werden, die iranische Zivilisation militärisch zu vernichten. Dass dies alles in einer Situation passiert, in der die Interessen der ganzen Welt betroffen sind, von Asien über Afrika bis Europa, dass alle Handlungen der USA unglaublich weitreichende Konsequenzen haben werden, das übersteigt die intellektuellen Fähigkeiten dieser diplomatischen Hilfstruppe. Und das gibt wenig Hoffnung auf ein irgendwie nutzbares Ergebnis.

Die wirtschaftlichen Folgen der vom amerikanischen Präsidenten ausgelösten Energiekrise sind noch gar nicht absehbar und natürlich steht jetzt die Frage im Raum, wer dort in Pakistan überhaupt mit wem und worüber sprechen soll. Zumal wieder einmal klar ist, dass alle bisherigen Erklärungen des amerikanischen Präsidenten wie so oft seinem Wunschdenken entsprungen sind, aber nichts mit den Realitäten zu tun haben.

Jeder Tag, den dieser Konflikt länger dauert, kostet die Welt ein Vermögen und wirft die ohnehin kaum noch bestehenden Gleichgewichte der Welt weiter durcheinander. Das mörderische Mullah-Regime und die unberechenbare und sprunghafte US-Administration werden kaum zu Lösungen kommen und in dieser Situation tun die Amerikaner nichts anderes, als dieses Blut-Regime in Teheran täglich weiter zu stärken.

Wenn man nur ganz nüchtern die Fakten betrachtet, hat sich am Konflikt rund um die Straße von Hormuz nicht viel geändert. Die Iraner haben die Meerenge wieder geschlossen und sogar Tanker angegriffen, während die Amerikaner weiter die iranischen Häfen blockieren. Ergebnis – die weltweite Energiekrise verschärft sich immer weiter und die Konsequenzen sind noch nicht einmal abzusehen.

Gibt es denn unter den 330 Millionen Amerikanern tatsächlich nur einen Kosmetikvertreter, einen Immobilien-Makler und den Schwiegersohn des US-Präsidenten, um diese hochkomplexe diplomatische Mission zu führen? Haben die USA keine Diplomaten? Die Welt schüttelt verständnislos den Kopf angesichts dieser geballten Inkompetenz, aber zum Lachen ist niemandem mehr zumute – denn die USA haben die Welt angezündet, ohne einen wirklichen Plan zu haben und die Rechnung dafür werden wir alle zahlen.

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