Die Zeit der LOL-Emojis ist vorbei

Täglich erzählt und tut Donald Trump Haarsträubendes. Während die Welt bis vor kurzem über seine verbalen und tatsächlichen Aussetzer noch grinste, vergeht uns das Grinsen langsam.

In welche Richtung es geht, ist klar... Foto: ClemRutter / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Trump, Trump, Trump. Ein Wahnsinniger beherrscht die Schlagzeilen und wenn man die immer noch vorhandenen Jubler unter seinen Anhängern in den sozialen Netzwerken liest, dass merkt man plötzlich, wohin es führt, wenn man Kahlschläge im Bildungswesen durchführt. Doch für uns Journalisten ist das Thema „Trump“ schwierig.

Soll man, muss man täglich über den Trump’schen Wahnsinn berichten? Oder über die Ausfälle und Lügen seiner Hilfstruppen wie Kristi Noem oder Karoline Leavitt? Totschweigen kann man diese Leute nicht, die tagtäglich derart viel Schaden weltweit anrichten, sämtliche „Werte“ außer Kraft setzen und ihrem Boss dabei helfen, einen in dieser Form bisher unbekannten Neifaschismus einzuführen. Darüber nicht zu schreiben, das würde bedeuten, diesen Wahnsinn zu unterstützen. Die Entwicklungen sind derart rasant, dass man es sich gar nicht mehr leisten kann, einfach wegzuschauen.

Doch wenn man über Trump und seine Adlaten berichtet, dann tut man genau das, was dieses Baby im Körper eines Greises will – man schenkt ihm maximale Aufmerksamkeit. Und Hand aufs Herz, kann heute noch jemand wirklich jemand herzhaft über die Aussetzer dieses Mannes lachen? Dazu ist die Lage viel zu ernst und die Erkentnnis, dass ein greiser Neofaschist gerade nach der Weltmacht greift, ist beunruhigend. Denn die Hämmer, die Trump tâglich bringt, betreffen eben nicht nur die USA, sondern die ganze Welt und damit logischerweise auch Deutschland.

Wir werden in den kommenden Wochen versuchen, den Gegenspielern des Trump-Faschismus mehr Platz einzuräumen, Leuten wie Gavin Newsom zuzuhören und zu verstehen, wie sich die politischen USA auf die „Midterm elections“ vorbereiten, die bereits das „Aus“ für den verrückten Machtgreis bedeuten können.

Dennoch werden wir weiter über den Weg der USA hinein in das Deutschland der 30er Jahre des letzten Jahrhundert berichten, denn wenn der Faschismus anfängt sich auszubreiten, wird er schnell zum Flächenbrand. Das erkennt man ja bereits an Trumps seltsamen „Friedensrat“, wobei auffällt, dass 11 der 25 bisherigen Teilnehmer an diesem Trump-Kaffeekränzchen Länder repräsentieren, die von Diktatoren geleitet werden und deren Bürger schon gar keine Visa mehr für die USA erhalten.

Aber dieser Präsident nervt täglich und täglich mehr. Der Schaden, den Trump in nur einem Jahr seiner zweiten Amtszeit angerichtet hat, ist unglaublich, doch seine Anhänger würden ihrem Guru auch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Die USA werden diese 47. Präsidentschaft lange, lange Jahre bereuen. Lachen kann da inzwischen kaum noch jemand.

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