Einmal im Jahr kommen die Bayern…
… und für jeden Verein, gegen den die Bayern antreten, ist es das „Spiel des Jahres“. Geliebt werden die Bayern nicht immer, aber Respekt vor der Qualität dieses Teams haben alle.
Selbst die kleinsten Fans wachsen mit einer Art Hass-Liebe für die Bayern auf... Foto: © Phil Bergdolt
(Phil Bergdolt / KL) – Wo immer Bayern München antritt, zittern die Gegner. Zu Recht – denn die Statistik ist, was sie ist. Der gestrige Gegner der Bayern, der SC Freiburg, hat von den letzten 46 Spielen (!) gegen die Bayern ein einziges gewonnen, was bedeutet, dass man gegen die Bayern eher eine Standort-Bestimmung machen kann, als ernsthaft auf Punkte zu hoffen.
Es steht außer Frage, dass Bayern München eines der besten Teams der Welt ist, dass der Verein über einen Kader verfügt, den sich kein anderer Bundesligist leisten kann und dass alle Bundesliga-Partien gegen Bayern München eine Art „David gegen Goliath“ sind.
Für die 17 anderen Bundesliga-Vereine sind die Spiele gegen Bayern München wichtig, denn diese Spiele sind systematisch ausverkauft und spülen Geld in die Kassen der Vereine. Generell sind alle Bundesliga-Stadien für die Spiele gegen die Bayern zu klein, die Nachfrage nach Tickets ist immer höher als die Kapazität der Stadien.
Alle Teams, gegen die diese Truppe antritt, geben 110 % ihres Leistungsvermögens, denn ein Erfolg gegen die Bayern bringt nicht nur drei Punkte, sondern ein enormes Prestige. Nur – so einen Erfolg muss man erst einmal einfahren…
Gestern hätte das in Freiburg fast geklappt. Bis zur 80. Minute führten die Breisgauer 2:0 und die Fans witterten bereits die Sensation. Doch dann schalteten die Bayern einen Gang hoch und drehten in der 90+9. Minute noch das Spiel und gewannen 2:3.
Das ist jetzt keine Katastrophe, denn im Saisonplan sind Punkte gegen die Bayern nicht unbedingt eingeplant. So bleibt am Ende das, was immer am Ende bleibt – ein riesiger Respekt für die seit Jahrzehnten beste deutsche Mannschaft und die Hoffnung, dass beim nächsten Aufeinandertreffen etwas Zählbares herausspringt. Und auch das nächste Spiel wird in dieser Hass-Liebe stattfinden, die alle Bundesliga-Vereine verbindet. Auf ein Neues in der nächsten Saison!
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