Jeffrey Epstein taucht in den Trump-Akten auf
Mehr als 38.000 Mal erscheint der Name Donald Trump in den Epstein-Akten. Dafür, dass er den Betreiber eines Sex-Rings „kaum“ kannte, ist das ganz schön häufig...
Die "Gordie Howe Bridge" zwischen Windsor und Detroit - Donald Trump will die Hälfte dieser Brücke geschenkt bekommen. Foto: DHSgov / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Aus der Nummer kommt Donald Trump so schnell nicht mehr heraus, auch wenn er und seine Aktentaschenträger Vance, Bondi, Noem, Hagseth und wie sie alle heißen, sich alle erdenkliche Mühe geben, den Skandal unter den Tisch zu kehren. Alle Ablenkungsmanöver des offensichtlich verhaltensgestörten Präsidenten nutzen nicht viel – die USA sind heute gespalten wie nie zuvor seit dem Sezessionskrieg und eine Mehrheit der Amerikaner, inklusive einer steigenden Anzahl Republikaner, warten nur noch auf eins – die „Midterm elections“ im November, die das Ende der Trump-Diktatur bedeuten könnten.
Doch bis es zu diesen Wahlen kommt, die Trump mit allen Mitteln zu verhindern suchen wird, wird noch viel passieren. Da wäre beispielsweise noch die Fußball-WM, die im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden soll. Nur – wie soll eine solche Veranstaltung stattfinden, wenn die USA ihren beiden Nachbarn täglich drohen? Neuestes Kapitel im Zoff zwischen den USA und Kanada ist die sechsspurige „Gordie Howe International Bridge“, die Kanada zwischen dem Städtchen Windsor im Bundestaat Ontario und der Metropole Detroit im US-Bundestaat Michigan gebaut (und finanziert) hat.
In seiner typisch weinerlichen Baby-Sprache erklärte Trump, dass „Kanada gar nicht nett zu den USA“ sei und dass daher die Hälfte dieser vollständig von Kanada finanzierten Brücke den USA gehören sollte. Und wenn die „bösen“ Kanadier damit nicht einverstanden wären, dann würde er diese Brücke eben nicht für den Verkehr freigeben. Und unter diesen Umständen wollen die korrupten USA und die korrupte FIFA tatsächlich eine Fußball-WM in den USA spielen lassen?
Ebenso wie Russland müssen die USA jetzt sanktioniert werden, denn sie stellen momentan die größte Gefahr für das dar, was vom Weltfrieden noch übrig ist. Da hat der französische Präsident Emmanuel Macron ausnahmsweise einmal Recht, wenn er sagt, dass sich Europa entweder jetzt emanzipiert, oder aber von der Entwicklung der Weltgeschichte in die vollständige Bedeutungslosigkeit abgedrängt wird.
Hierzu ist allerdings schleunigst eine Reform der EU-Verträge erforderlich. Wenn man bedenkt, dass bei der Münchner Weltsicherheits-Konferenz (die kaum noch ihren Namen verdient…) US-Außenminister Marco Rubio anwesend sein wird, nur um gleich danach die Russland-Freunde Ungarn und die Slowakei zu besuchen, dann erkennt man auch die amerikanischen Anstrengungen, einen Keil durch die EU zu treiben und diejenigen EU-Mitgliedsstaaten zu unterstützen, die auf Russlands Seite stehen und die Ukraine gar als „Feind“ bezeichnen.
Länder wie Ungarn oder die Slowakei haben nichts in der EU verloren und dürfen sich gerne der Russischen Förderation anschließen. Daher braucht die EU dringend eine Reform der Verträge, mit der Möglichkeit, „feindliche“ Staaten aus der EU auszuschließen. Ansonsten macht sich die EU tatsächlich lächerlich, indem sie selbst ihre eigenen Gegner finanziert und verhätschelt.
Dazu müssen wir endlich das Ukraine-Narrativ ändern. Wer heute noch hofft, dass die USA diesen Krieg beenden werden, der verfolgt die aktuellen Entwicklungen nicht. Die Informationen, nach denen die USA einen „Mega-Deal“ mit Russland vorbereiten, verdichten sich und machen es immer unwahrscheinlicher, dass die USA ihre längst eingestellt Hilfe für die Ukraine wieder aufnehmen. Insofern sind die „Verhandlungen“ zwischen der Ukraine und den USA über „Friedenspläne“ reine Makulatur und es sieht stark danach aus, als würde Selenskyi auf das falsche Pferd setzen. Der Bruch zwischen Europa und den USA und zwischen der Ukraine und den USA ist längst vollzogen und wer das nicht erkennt, steuert zwangsläufig in die falsche Richtung. Hätte Selenskyi den USA einen 12 Billionen-Dollar-Deal anzubieten, sähe die Lage anders aus, aber das ist eben nicht der Fall.
Wenn sich nun am Wochenende die Mächtigen der Welt (oder deren Abgesandte) in München treffen, dann werden wir wieder die gesammelten Unverschämtheiten der Trump-Administration zu hören bekommen und wieder werden die europäischen Spitzen nur betreten zur Seite schauen und niemand wird sich trauen, Rubio ins Gesicht zu sagen, dass die Welt nicht länger bereit ist, den Wahnsinn des US-Präsidenten weiter zu akzeptieren.
In der Zwischenzeit sind die europäischen Behörden in ihre Ermittlungen zum Epstein-Skandal eingestiegen, nachdem sich herausstellt, dass auch zahlreiche europäische Spitzenpolitiker in das „System Epstein“ involviert waren. Zwar nicht so intensiv wie Donald Trump, dessen Lügen zu diesem Skandal immer kürzere Beine bekommen, aber es reicht auch so.
Der Rest der Welt kann nicht bis zum November und den „Midterms“ warten, denn bis dahin kann Trump noch sehr, sehr viel Unheil anrichten. Als erstes sollte die Fußball-WM in den USA storniert werden (so, wie bereits über 40.000 Fans ihre Hotels an den Spielorten abgesagt haben), und dann muss sich Europa schnellstens überlegen, wie Länder wie die Slowakei und Ungarn aus dem europäischen Staatenbund ausgeschlossen werden können. Denn Europa kann sich weder die USA, noch die Russland-Freunde in den eigenen Reihen leisten.
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