Keine Diskriminierung bei der Deutschen Bahn

Ausgezeichnet – nach der tollen Werbeaktion mit der „Probebahncard Gold“ während der Olympischen Spiele, wurde die Aktion jetzt auch auf die Paralympischen Spiele ausgeweitet.

So macht man richtig gutes Marketing! Foto: Deutsche Bahn AG

(KL) – Eine gute Nachricht für all diejenigen, bis bis zum 5. Februar 2026 eine „Probebahncard Gold“ erworben hatten. Diese „Probebahncard Gold“ hatte eine Besonderheit – zusätzlich zu den durch diese Karte erworbenen Rabetten auf Bahntickets, konnten die Inhaber während der Olympischen Winterspiele in Italien immer dann einen ganzen Tag lang die Fernzüge der Deutschen Bahn kostenlos nutzen, wenn am Vortag ein deutscher Athlet oder eine deutsche Atlethin eine Goldmedaille gewonnen hatte. Und nun wird diese Aktion auch auf die Paralympischen Spiele ausgeweitet, die ab heute bis zum 15. März laufen und bei denen das deutsche Team erneut eine ganze Reihe Goldmedaillen einsammeln wird!

Dass es sich lohnt, Eurojournalist(e) zu lesen, das weiß man. So hatten wir auch vor Ablauf der Verkaufsfrist für dieses Angebot darauf hingewiesen und sogar in einem Artikel erklärt, dass die Wettbewerbe in Mailand und Cortina sehr günstig lagen. So räumten die deutschen Rodler und Rodlerinnen zu Beginn der Spiele ordentlich ab, während der Goldsegen bei den Bobfahrern am Ende der Spiele kam. Das ermöglichte kostenlose Hin- und Rückreisen und das Schönste daran war, dass dies durchaus planbar war.

Dadurch, dass die Deutsche Bahn dieses Angebot nun auch kurzfristig auf die Paralympischen Spiele ausgedehnt hat, hat sie vermieden, dass man ihr den Vorwurf der Diskriminierung behinderter Sportler macht – denn warum sollte eine Goldmedaille bei den Paralympics weniger wert sein als bei den Olympischen Spielen?

Und somit gilt für diejenigen, die den Eurojournalist(e)-Tipp beherzigt und beispielsweise eine „Probebahncard Gold 25“ für schlappe 19 € erstanden hatten, dass man in den kommenden Tagen aufmerksam die Leistungen deutscher Sportler und Sportlerinnen bei den Paralympics beobachten sollte – denn bei „deutschem Gold“ kann man am nächsten Tag kostenlos zwischen Füssen und Flensburg, zwischen Saarbrücken und Frankfurt/Oder oder wo auch immer in Deutschland mit dem Zug fahren – kostenlos!

Der Autor dieser Zeilen hat bereits während der Olympischen Spiele dieses Angebot ausgiebig genutzt und erinnert sich an einen Schaffner bei Duisburg, der beim Anblick der „Probebahncard Gold 25“ seufzte „hoffentlich machen die nie wieder so eine Aktion“. Da sind wir ausnahmsweise ganz anderer Meinung, denn wenn die Deutsche Bahn schon enorme Schwierigkeiten hat, ihre Züge pünktlich fahren zu lassen, so ist wenigstens ihr Marketing spitzenmäßig… Und bis zum 15. März werden wir allen deutschen Paralympics-Sportlern ganz feste die Daumen drücken!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*



Copyright © Eurojournaliste