KI – bitte übernehmen Sie!
Unsere Demokratien sind in ihren Grundfesten krank, die Parteien präsentieren die seltsamsten Kandidaten und sind unfähig, sich zu reformieren.
Die Künstliche Intelligenz (KI) könnte weitaus mehr für die Welt tun, als manipulative Marketing-Strategien zu entwerfen und hübsche Bildchen zu malen. Foto: PantheraLeo1359531 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int
(KL) – Die Welt wird momentan von ein paar Dutzend Wahnsinnigen in die Katastrophe getrieben. Verurteilte Straftäter, megalomane Alleinherrscher, Komödianten aller Art, aus der Zeit gefallene Greise, brave Verwalter aus den Eliteschulen – und in so vielen Ländern zerrüttete Demokratien, die nur noch auf dem Papier „repräsentativ“ sind, in Wirklichkeit aber nur die Interessen verschwindender Minderheiten und des großen Kapitals vertreten.
Nach den letzten Jahrzehnten muss man feststellen, dass die westlichen Demokratien und deren Parteien absolut unfähig sind, sich zu reformieren und sich darauf einzustellen, dass wir heute in der Zeit nach der Technologischen Revolution leben. An der Wurzel dieses Problems stehen die politischen Parteien, die uns bei jeder Wahl Kandidaten und Kandidatinnen präsentieren, die zwar das Spiel der Seilschaften in ihren jeweiligen Parteien beherrschen, aber ansonsten völlig die Bodenhaftung verloren haben. Das hat zur Folge, dass nicht etwa die schlausten Köpfe und Politik-Talente zu Kandidaten gemacht werden, sondern die korruptesten Vertreter der Parteien, deren politisches „Talent“ die Welt dorthin geführt hat, wo sie heute steht.
Das gleiche gilt für die ebenfalls reformunfähigen europäischen Institutionen, wobei sich speziell die Europäische Kommission und das Europäische Parlament zu reinen Erfüllungsgehilfen der jeweiligen Länder und der Finanzmärkte gemacht haben. Wie korrupt es in diesen Institutionen zugeht, wissen wir insbesondere seit der letzten Legislaturperiode, wobei man es geschafft hat, die Korruptions- und Spionageskandale in den Institutionen unter den Teppich zu kehren. Kein Wunder, dass man sich in diesen Institutionen mit Händen und Füssen gegen Reformen wehrt, denn diejenigen, die in diesen Institutionen das Sagen haben, sind gleichzeitig auch diejenigen, die am meisten vom Status Quo profitieren.
Da stellt sich die Frage, warum man nicht die Systeme der Künstlichen Intelligenz (KI) dazu einsetzt, neue Politik-, Wahl-, Wirtschafts- und Sozialsysteme zu entwickeln, wenn man doch schon feststellt, dass die aktuellen Machthaber weder Willens, noch in der Lage sind, sinnvolle Reformen einzuleiten. Nur, mit „weiter so!“ geht es eben nicht weiter, auch, wenn „Verantwortliche“ wie Ursula von der Leyen genau für dieses „weiter so!“ stehen.
Doch wenn man schon versteht, dass Reformen nicht von Menschenhand durchgeführt werden, dann würde es doch Sinn machen, würde man die vielen KI-Systeme nicht nur im medizinischen Bereich (sehr sinnvoll!) und in der Verbraucher-Manipulation und Profit-Maximierung der Unternehmen einsetzen (überhaupt nicht sinnvoll), sondern für das Entwerfen von Systemen, mit denen die kommenden Katastrophen vielleicht noch verhindert werden können.
Doch voraussichtlich wird das nicht passieren, denn die momentanen und kommenden Katastrophen berühren diejenigen, die sie zu verantworten haben, herzlich wenig. Nichtstun ist in dieser Situation die gefährlichste aller Optionen, denn die soziale Schere geht gerade so weit auf, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann das Pulverfass explodiert. Und dabei reden wir noch nicht einmal über die vielen Kriege auf der Welt.
Daher noch einmal der Vorschlag – füttert alle großen KI-Systeme so, dass diese die dringend benötigten Reformen anstoßen, wenn die hierfür gewählten Personen schon nicht dazu in der Lage sind. Die Alternative zu so einem Vorgehen ist, dass man die Welt vor die Hunde gehen lässt. Dabei ist der einzige Trost, dass diejenigen, die uns das alles einbrocken, in ihren Atomschutzbunkern auch nicht so richtig viel Freude mit dieser Welt mehr haben werden…
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