Kicken am Oberrhein – das Straßburger Wunder geht weiter
Drei Siege, eine Niederlage – das ist die Bilanz des Wochenendes der Profi-Kicker vom Oberrhein. Ziemlich gut, doch herausragend ist das, was der Racing Club de Strasbourg gerade zaubert.
(KL) – Unter dem Strich war es ein gutes Wochenende für die Profi-Clubs vom Oberrhein – 9 von 12 möglichen Punkten sind eine Ausbeute, die sich sehen lassen kann. Doch aus der Oberrhein-Perspektive stechen zwei Vereine ganz besonders hervor. Aber der Reihe nach…
Der FC Basel ist eindeutig auf dem Weg nach Europa. Nach zwei Siegen in der Englischen Woche, am Sonntag 2:0 gegen den FC Lugano, haben sich die Kicker vom Rheinknie dort festgesetzt, wo sie ein Jahrzehnt lang einen Dauerplatz hatten – an der Tabellenspitze der Schweizer Super League. Und da Servette Genf beim FC Sankt Gallen patzte, haben die Basler jetzt 4 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten und es fühlt sich an wie in der guten, alten Zeit, als der FC Basel in der Schweiz das Maß aller Dinge war.
Doch was soll man nur zum Racing Club de Strasbourg sagen? Nachdem die elsässischen Kicker zur Winterpause nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz mitten im Abstiegskampf waren, liegen sie nach ihrem 1:0 bei Stade Reims jetzt sogar auf dem Europa League-Platz 4! Man reibt sich verwundert die Augen, was Coach Liam Rosenior aus diesem Team gemacht hat und in der Meinau riecht es immer deutlicher nach Europa!
Der 1:0-Erfolg des Karlsruher SC gegen Hannover 96 war erfreulich, kommt aber vermutlich zu spät. Trotz dieses Erfolgs kleben die Nordbadener weiter auf Platz 10 der 2. Bundesliga fest und auch, wenn der Rückstand auf Platz 3 nur 6 Punkte beträgt, sind Träume vom Aufstieg nicht mehr realistisch. Denn während der letzten Spieltage werden auch die neun vor den Karlsruhern stehenden Teams punkten und es ist praktisch ausgeschlossen, dass sich der KSC noch an diesem Pulk ambitionierter Vereine vorbeischiebt. Immerhin, der KSC will die Saison anständig beenden und wer weiß, vielleicht passiert doch noch ein Wunder, auch, wenn das eigentlich unmöglich ist.
Schade war nur die zu hoch ausgefallene 1:4-Niederlage des SC Freiburg gegen seinen Angstgegner Borussia Dortmund. Die Gäste aus Dortmund waren keineswegs so überlegen, wie es das Ergebnis suggeriert, aber am Ende der Saison fragt niemand mehr danach. Doch – auf Platz 7 haben die Breisgauer nur einen Punkt Rückstand auf einen europäischen Platz und somit ist weiterhin alles möglich. Doch wäre es an der Zeit, für das Ziel Europa wieder Punkte einzufahren…
Die letzten Spieltage werden für alle vier Oberrhein-Clubs sehr spannend verlaufen, und noch können tatsächlich theoretisch alle ambitionierten Saisonziele erreicht werden. Und hierfür brauchen die Vereine auf jeden Fall die Unterstützung der Fans – denn oft macht der „12. Mann“ dann eben doch den Unterschied aus. Auf geht’s!

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