Kicken am Oberrhein – geht den deutschen Teams die Puste aus?

Zwei Siege, zwei Niederlagen, das ist die Bilanz des Fußball-Wochenendes der Profiteams vom Oberrhein. Dabei sahen die beiden deutschen Teams besonders schlecht aus.

Drei der vier Oberrhein-Teams können ihre ehrgeizigen Saisonziele noch erreichen – nur für den Karlsruher SC ist die Saison gelaufen. Foto: DiscoA340 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Die Saison 2024/25 ist nun in der Endphase und es geht ums Eingemachte. Dabei enttäuschten die beiden deutschen Oberrhein-Teams am Wochenende – aber dafür bringt der Racing Club de Strasbourg alle zum Staunen und auch der FC Basel zieht seine Kreise. Aber der Reihe nach…

Dass der FC Basel beim Tabellenletzten der Schweizer Super League, dem FC Winterthur, mit 2:0 gewann, war keine Überraschung, doch genau solche „Pflichtsiege“ sind oft eine schwierige Angelegenheit. Aber so liegen die Basler weiter auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Servette Genf, haben zwei Punkte Rückstand und ein unglaublich gutes Torverhältnis und somit sieht in der Schweiz für die Basler alles sehr positiv aus.

Bereits am Freitagabend kam es in Straßburg zu einem Spitzenspiel um die europäischen Plätze, das der Racing Club de Strasbourg gegen Olympique Lyon mit 4:2 für sich entscheiden konnte. Dabei war nicht nur das Ergebnis begeisternd, sondern auch die Art und Weise, wie Racing inzwischen auftritt. Damit überholt Racing den Gegner vom Freitagabend in der Tabelle und hat es tatsächlich geschafft, sich aus dem Abstiegskampf auf einen europäischen Platz hochzukämpfen! Genau so sollte es jetzt weitergehen!

Genau andersherum läuft es leider beim Karlsruher SC. Stand man in der Winterpause noch auf einem direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga, verläuft die Rückrunde katastrophal und die Karlsruher fangen sich Niederlage nach Niederlage ein. Bei Hertha BSC Berlin gab es vor über 63.000 Zuschauern (!) eine 1:3-Niederlage und der KSC wird den Rest der Saison im Niemandsland der Tabelle verbringen. Nach oben und nach unten geht nichts mehr und für die Fans ist es schade, dass eine so gut gestartete Saison im Nichts endet.

Wie hatten wir oben geschrieben? Dass die „Pflichtsiege“ oft die schwersten sind? Das erlebte auch der SC Freiburg, der sich gegen die abstiegsgefährdeten Kicker von Union Berlin eine überraschende 1:2-Heimniederlage leistete und sich dadurch nicht etwa an die Champions League-Plätze heranpirschte, sondern erst einmal aus den europäischen Rängen herauspurzelte. Diese drei Punkte könnten am Ende fehlen, zumal als nächste Gegner Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach auf dem Programm stehen, zwei direkte Konkurrenten um die europäischen Plätze.

Während also die beiden deutschen Teams in ihren jeweiligen Ligen ziemlich lange Gesichter machen, dreht Racing in Frankreich die ganze Liga um und hat nun eine realistische Chance, dass in der nächsten Saison in der Meinau endlich wieder europäischer Fußball geboten wird! Damit konnte zur Winterpause niemand rechnen, als Racing gerade noch zwei Pünktchen vor dem Relegationsplatz stand. Und nun ist an den letzten Spieltagen auch das Publikum gefordert, als 12. Mann dabei zu helfen, dass die ambitionierten Saisonziele in Freiburg, Straßburg und Basel erreicht werden! Jetzt geht’s los!

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