Kicken am Oberrhein – insgesamt positiv

Am Wochenende waren alle vier Teams vom Oberrhein in Aktion. Erfreulich – es gab keine einzige Niederlage, dafür aber zwei Siege und zwei Unentschieden.

Kein gutes Wochenende für die vier Teams vom Oberrhein. Foto: Wutthichai Charoenburi from Bangkok / Wikimedia Commons / CC-BY 2.0

(KL) – Die kalte Jahreszeit ist eigentlich nicht die optimale Jahreszeit für die Teams vom Oberrhein. Aber am Wochenende gab es eher hoffnungsfroh stimmende Ergebnisse. Herausragend – der Derbysieg des Racing Club de Strasbourg. Erstaunlich – das Händchen von Julian Schuster, dem Trainer des SC Freiburg. Sehr gut – der KSC-Kapitän Marvin Wanitzek. Ernüchternd – das Spiel des FC Basel. Aber der Reihe nach…

Der FC Basel war mental wohl noch in der Winterpause. Gegen den FC Sion gab es trotz früher Führung am Ende nur ein 1:1, das keinem der beiden Teams weiterhilft. In der Tabelle liegen die Basler damit weiter auf Platz 4, allerdings inzwischen bereits 10 Punkte hinter dem Tabellenführer FC Thun. Den Traum, den Titel verteidigen zu können, müssen die Basler wohl abhaken…

Für den Racing Club de Strasbourg und seine Fans ist das Elsass-Lothringen-Duell gegen den FC Metz wohl das wichtigste Spiel des Jahres. Und dass die Elsässer dieses hoch emotionale Spiel mit 2:1 gewannen, versöhnt die Fans nach dem Trainerwechsel in der Winterpause. Auf Platz 7 der Tabelle hat Racing jetzt wieder Anschluss an die europäischen Plätze, doch in den nächsten Wochen muss Racing gegen alle Top-Teams der französischen 1. Liga antreten. Danach wird man sehen, wohin die Reise geht.

Nach sechs sieglosen Spielen konnte der Karlsruher SC endlich mal wieder einen Dreier einfahren – das 2:0 auswärts bei Preussen Münster war wichtig, denn im Falle einer Niederlage wäre der KSC mitten hinein in den Abstiegskampf gerutscht. Zwei Tore des überragenden Kapitäns Marvin Wanitzek sorgten für diesen Erfolg. Weiterhin auf Platz 9 der Tabelle hat der KSC aber nur 6 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Und die Fans müssen sich auf etwas mehr Spannung vorbereiten, als ihnen lieb ist…

Zur Pause stand es zwischen dem SC Freiburg und dem FC Augsburg in der Fuggerstadt noch 0:0 in einem eher langweiligen Spiel. Doch zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern ein Doppelschlag, der den Freiburger Coach Julian Schuster zum Handeln zwang. Er brachte mit dem früheren Straßburger Yuito Suzuki genau den richtigen Mann, der nur vier Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer erzielte. Und während sich die Augsburger noch ärgerten, erzielte Igor Matanovic nur zwei Minuten später den Ausgleich. Damit bleiben die Freiburger auf Platz 8 der Tabelle, weit weg von den europäischen Plätzen, aber glücklicherweise mit 11 Punkten Vorsprung vor dem Relegationsplatz.

Keine einzige Niederlage, da muss man mit dem Wochenende zufrieden sein. Allerdings ist klar, dass die kommenden Wochen für einige der Oberrhein-Teams schwierig werden. Der KSC steht viel zu nah an der Abstiegszone, der SC Freiburg hat mit der Dreifachbelastung Pokal, Bundesliga und Europa League ein strammes Programm, der FC Basel muss endlich wieder in die Spur finden – dafür scheint momentan beim Racing Club de Strasbourg die Sonne. Und so darf es gerne weitergehen!

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