Kicken am Oberrhein – mal wieder halb und halb
Zwei Siege und zwei Niederlagen, so lautet die Bilanz der vier Proficlubs vom Oberrhein. Die Niederlage, die am meisten schmerzt, war die des Karlsruher SC.
In Freiburg freut man sich, dass der SC wieder auf dem europäischen Platz 6 nach dem Sieg über Heidenheim steht. Foto: Eurojournalist(e) / CC-BY 2.0
(KL) – Die Saison 2024/25 schwenkt nun langsam ins letzte Drittel ein und keiner der vier Proficlubs vom Oberrhein ist in den Abstiegskampf involviert. Das war in dieser Saison nicht immer so, weswegen die Gesamtbilanz eher positiv ausfällt. Wäre da nicht die kaum erklärliche Schwäche des Karlsruher SC… aber der Reihe nach!
Der FC Basel hat in dieser „englischen Woche“ die Chance verpasst, sich an der gerade erst eroberten Tabellenführung abzusetzen. Nach einem 2:1 gegen den FC Luzern unter der Woche, gab es am Wochenende eine 1:2-Niederlage gegen Servette Genf. Der FC Basel ist immer noch Tabellenführer, aber hat die Chance verpasst, sich mit einem Sieg 4 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten FC Luzern zu erarbeiten. Und so bleibt es in der Super League in der Schweiz weiter spannend.
Großartig, was der Racing Club de Strasbourg gerade auf die Beine stellt. Zwar schied man am Mittwoch unnötigerweise im Pokal gegen den SC Angers aus, doch gewann man gestern 2:0 gegen den Tabellenletzten SC Montpellier. Und plötzlich hat Racing satte 12 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, ist damit aus dem Abstiegskampf draußen und liegt nur noch 3 Punkte hinter einem europäischen Platz. Wie sich das Team aus dem Keller herausgekämpft hat, ist bemerkenswert!
Der Karlsruher SC hingegen muss seine Aufstiegspläne wohl vorzeitig abschreiben. Aber wer in der zweiten Bundesliga zuhause gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig 0:2 verliert, muss eigentlich auch nicht von der Bundesliga träumen. Trotzdem sehr schade, denn bis zum Jahresbeginn lag der KSC ständig auf einem Aufstiegsplatz, doch seit Anfang Januar haben die Nordbadener nur 1 von 12 möglichen Punkten geholt. Und damit steigt man eben nicht in die Bundesliga auf.
Erfreulicher ging es hingegen beim SC Freiburg zu. Durch das 1:0 gegen den 1. FC Heidenheim springen die Breisgauer wieder auf den europäischen Platz 6 und bleiben somit in der Verlosung für die europäischen Plätze. Egal, wie es am Ende ausgeht, die erste Saison unter dem neuen Trainer Julian Schuster ist keine schlechte Saison, und nach wie vor hat der SC alle Chancen, sich für eine neue europäische Kampagne zu qualifizieren.
Drei Dinge fallen dem Fußballfan am Oberrhein momentan besonders auf – zum einen ist es eine Weile her, dass der FC Basel Tabellenführer in der Schweiz war, dann überrascht der unerwartete Absturz des Karlsruher SC ins Mittelfeld der 2. Bundesliga und dann beeindruckt wirklich, wie sich der Racing Club de Strasbourg an den Haaren aus dem Abstiegskampf herausgezogen hat. Dass man jetzt in der Europahauptstadt zum ersten Mal seit langer Zeit auf die europäischen Plätze schielen kann, hätte zum Jahreswechsel niemand für möglich gehalten. Also, Ärmel hochkrempeln und von Wochenende zu Wochenende die beste Leistung abrufen – dann kann diese Saison für den Oberrhein richtig gut ausgehen!
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