Könnte mal jemand Trump erklären, wie Zölle funktionieren?
Der orange Präsident und Möchtegern-Friedensengel ist stocksauer, weil der Oberste Gerichtshof seine irrwitzigen Strafzölle für illegal erklärt hat. Nun will Trump noch einen oben drauflegen.
Die Containerhäfen in den USA könnten sich demnächst immer weiter leeren. Foto: Dllu / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0Int
(KL) – Donald Trump ist stocksauer. Der Oberste Gerichtshof, den er eigentlich unter seiner Kontrolle wähnte, hat den erratischen Strafzöllen, die Trump in der ganzen Welt verhängt, einen Riegel vorgeschoben, diese Zölle für illegal erklärt und das wurde auch höchste Zeit. Denn anders, als es Trump immer wieder behauptet, schwemmen diese Strafzölle keine Milliardenbeträge in die amerikanischen Kassen, sondern lassen die Lebenshaltungskosten der Amerikaner explodieren und haben bislang nach Schätzung amerikanischer Experten bis zu 50.000 Industrie-Arbeitsplätze in den USA gekostet.
Trump scheint immer noch zu glauben, dass fremde Staaten diese Strafzölle bezahlen, aber das ist nicht der Fall. Die Strafzölle bezahlen die amerikanischen Importeure, die ausländische Waren importieren und diese geben diese Strafzölle natürlich an ihre Kunden weiter. Ergebnis: Alles in den USA wird teurer, viele ausländische Unternehmen haben ihre Exporte in die USA eingestellt, da ihre Produkte mit den Strafzöllen zu teuer geworden sind (Beispiel: Französischer Wein und Champagner, auf die Trump jetzt 200 % Strafzölle erhebt). In den Ländern, die mit diesen Strafzöllen belegt werden, haben diese durchaus Folgen, in erster Linie dadurch, dass die Unternehmen schnell neue Absatzmärkte finden müssen, um ihre Waren exportieren zu können.
Man fragt sich, wer dem greisen und von verschiedenen Verhaltensstörungen gebeutelte US-Präsident den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass man mit Strafzöllen pharaonische Beträge verdienen kann. Das Gegenteil ist der Fall und das einzige, was Donald Trump gerade erfolgreich betreibt, ist die wirtschaftliche und politische Isolation der Vereinigten Staaten. Da hilft auch sein lächerlicher „Friedensrat“ nicht, denn eine Art kriminelle Vereinigung der Diktatoren dieser Welt wird wohl kaum Frieden schaffen.
Das alles hält aber die Jünger seiner MAGA-Sekte nicht davon ab, weiterhin diesen wohl schlechtesten und gefährlichsten US-Präsidenten aller Zeiten anzubeten und zu verehren, wobei die Bondi, Leavitt, Noem, Hegseth, Rubio und wie sie alle heißen, gar nicht anders können, als Trump weiterhin als den „besten US-Präsidenten aller Zeiten“ anzubeten – denn solange Trump sich an der Macht hält, sind auch seine Helferlein in Sicherheit. Wenn Trump dann stürzt, werden seine Helferlein zusammen mit ihm untergehen und werden sich alle zusammen auf einer Anklagebank wiederfinden. Folglich bleibt der Trump-Administration nichts anderes übrig, als den Wahnsinn zum System zu erklären und weiter das Hohelied eines Wahnsinnigen zu singen.
Aber gibt es wirklich niemanden in der Trump-Administration, der dem Chef einmal in einfach Worten erklären kann, was Strafzölle sind und was sie bewirken?
Dass Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs trotzig erklärte, dass er dann eben der ganzen Welt zusätzlich zu den bestehenden Zöllen weitere 10 % Strafzölle aufs Auge drücken will, das zeigt einerseits das Demokratieverständnis dieses Präsidenten, der sich nicht um Gerichtsurteile schert und andererseits, dass er immer noch nicht verstanden hat, was diese Strafzölle eigentlich bewirken.
Von außen ist es immer einfach Ratschläge zu erteilen, aber es wäre für die USA und den Rest der Welt besser, wenn dieser Mann so schnell wie möglich aus dem Oval Office entfernt würde. Denn dort hat er wirklich nichts zu suchen.
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