Nur noch Mark Rutte will mit Donald Trump sprechen
Nächste Woche will der NATO-Chef Mark Rutte nach Washington reisen und dort seinen „Daddy“ Donald Trump treffen. Allerdings ist er heute der Einzige, der noch mit Trump sprechen will.
Mark Rutte und sein „Daddy“ spielen gerne mit Modellflugzeugen. Das sollten sie aber am besten im Ruhestand machen. Foto: The White House / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Mark Rutte war fast 14 Jahre lang Regierungschef der Niederlande und führte in dieser Zeit eine unaufgeregte pro-europäische Politik. Doch seit der Mann im Oktober 2024 zum Nachfolger des Norwegers Jens Stoltenberg als NATO-Generalsekretär gewählt wurde, hat er ein wenig den Verstand verloren und ist heute der größte, aber auch der einzige Fan von Donald Trump in Europa. Was er in der kommenden Woche mit dem von ihm „Daddy“ genannten Donald Trump in Washington besprechen will, ist unklar. Denn zum Glück weigern sich die europäischen NATO-Mitglieder, sich an Trumps plan- und konzeptlosem Krieg im Iran zu beteiligen, was den US-Präsidenten und seine Helfer maßlos ärgert. Wesentlich mehr Sinn würde es allerdings nächste Woche machen, wenn Rutte einfach daheim bliebe, denn für die europäischen NATO-Partner spricht Rutte inzwischen nicht mehr.
So scheint Rutte der Überzeugung zu sein, dass die Europäer nichts anderes als der verlängerte Arm der Trump-Administration ist, über den Trump jederzeit nach seinen Wünschen und auch jenseits der NATO-Verträge und des Internationalen Rechts verfügen kann. Aber Mark Rutte, dessen Hauptjob inzwischen darin besteht, eine widerliche Schleimspur zwischen Brüssel und Washington zu legen, spricht nicht mehr für die Europäer.
Die Europäer haben dagegen völlig Recht, sich nicht an Trumps völkerrechtswidrigen Angriffskriegen zu beteiligen. Ein klares „Nein“ kam aus praktisch allen europäischen Hauptstädten, wobei etliche europäische Länder den Amerikanern sogar die Nutzung ihrer Flughäfen untersagen und sich nicht an kriegerischen Maßnahmen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz beteiligen wollen, die nur deshalb geschlossen ist, weil Trump zusammen mit Nethanjahu den Iran überfallen hat.
Dass jemand wie Mark Rutte nicht einmal auf die abstruse Aussage Trumps reagiert, der den Iran „in die Steinzeit“ bomben will, gleichzeitig aber keines der wenigen erklärten Ziele im Iran erreicht hat, zeigt deutlich, dass Mark Rutte an der Spitze der NATO eine ebenso schlimme Fehlbesetzung ist wie Trump im Weißen Haus. Es wird Zeit, den größten Schleimer Europas in den Ruhestand zu schicken.
Wer wie Rutte immer noch nicht begreift, dass Trump kein „Heilsbringer“, sondern der „Brandstifter der Welt“ ist, der hat auf seinem Posten nichts zu suchen. Die NATO ist nicht etwa eine US-Hilfstruppe, die für Trumps illegale Kriege eingesetzt werden kann, sondern ein Verteidigungsbündnis, das in dem Fall greift, dass ein NATO-Mitglied angegriffen wird. Nur – die USA wurden von niemandem angegriffen und Trumps Aussage, dass der Iran kurz davor stand, eine Atombombe zu bauen und diese auf die USA abfeuern würde, wurde inzwischen von allen kompetenten Stellen widerlegt, auch von amerikanischen Behörden.
So glauben auch rund 80 % der Amerikaner, dass der Iran-Krieg in erster Linie der Vertuschung des Epstein-Skandals dient und man darf gespannt sein, ob nicht auch der Name Rutte in diesen Millionen Dokumenten auftaucht. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass Rutte derart kritiklos seinem „Daddy“ hinterherläuft und dabei auch die Europäer lächerlich macht.
In Brüssel, wo sich die NATO-Zentrale in Europa befindet, sollte man jetzt darüber nachdenken, ob man Rutte weiterhin im Amt belassen kann. Da der Mann inzwischen nur noch für sich selbst (und seinen „Daddy“) spricht, aber nicht mehr für die europäischen NATO-Partner, würde es sehr viel Sinn machen, Rutte seines Amts zu entheben. Dass man so etwas durchaus flott bewerkstelligen kann, hat Trump ja bereits gezeigt, als er Kristi Noem und Pam „Blondi“ Bondi gefeuert hat – das sollten die europäischen NATO-Mitglieder jetzt auch mit Mark Rutte machen. Bevor noch mehr Unheil passiert.
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