Oha, so schnell geht’s nicht mehr in die USA…

… wo die Trump-Administration allen Medien, die die Sturmtruppen von ICE als „US-Gestapo“ bezeichnen, mit „Konsequenzen“ droht. Wie diese aussehen sollen, ist unklar.

Die Einwohner von Minneapolis zeigen viel Mut, wenn sie sich den ICE-Killern entgegen stellen! Foto: Fibonacci Blue / Wikimedia Commons / CC-BY 4.0int

(KL) – Dass viele Medien, insbesondere nicht-amerikanische, die maskierten und bis an die Zähne bewaffneten ICE-Mörder als „US-Gestapo“ bezeichnen, das haben sich die „Verantwortlichen“ in den USA selbst zuzuschreiben. Eine Truppe, die maskiert von Haus zu Haus zieht und dort nach Ausländern sucht, um diese zu verhaften und zu deportieren, vom Kleinkind bis zum Greis, das hat die Welt in dieser Form zuletzt in Nazi-Deutschland erlebt. Insofern ist der Vergleich gar nicht so weit hergeholt, nur dass es die Trump-Administration heute stark stört, wenn Medien die Wahrheit sagen.

Denn sie selbst haben es nicht so sehr mit der Wahrheit. Trump, Noem, Leavitt, Vance, Hegseth und die anderen – alle lügen wie gedruckt, diffamieren die Mordopfer der ICE als „einheimische Terroristen“, behaupten, die ICE-Agenten wären angegriffen worden und würden ihre Morde in „Notwehr“ begehen, obwohl die ganze Welt aus zehn verschiedenen Kamera-Perspektiven gesehen hat, dass die ICE-Killer zu keinem Zeitpunkt bedroht wurden.

In einem Land, in dem inzwischen sogar das „Tagebuch der Anne Frank“ auf dem Index steht und nicht mehr im Schulunterricht verwendet werden darf, haben sich die Werte brutal verschoben. Alles, was dem US-Neofaschismus dient, ist in Ordnung, aber alles, was diesen Neofaschismus hinterfragt, bewegt sich inzwischen am Rande zum Illegalen.

Jeder, der das Trump-Regime kritisch sieht, ist bei einer Einreise in die USA gefährdet. Denn die Beamten bei der Ankunft in den USA kontrollieren inzwischen auch die Handys der Einreisenden und sollten sich in den Sozialen Netzwerken Trump-kritische Posts oder Kommentare befinden, ist das parktisch schon das Rückflugticket mit dem nächsten Flug, wobei auch eine kurzzeitige Inhaftierung möglich ist.

Auf Reisen in die USA sollte man in nächster Zeit lieber verzichten. Aber wer hat in dieser Situation auch schon Lust auf Tourismus in einem Land, das man nicht mehr als sicher bezeichnen kann und wo die US-Gestapo ICE ihr Unwesen treibt und man unvermutet in lebensgefährliche Situationen geraten kann?

Nun wird der greise Donald Trump nicht ewig leben und auch seine Adlaten wie JD Vance dürften sich bei den nächsten Wahlen nicht durchsetzen können, denn die Amerikaner wissen jetzt, was bei diesen Zeitgenossen auf sie zukommt. Wenn dieses Regime nicht mehr an der Macht ist, wird man wieder in die USA reisen können, vorher aber sollte man darauf verzichten. 2026 Urlaub in den USA zu machen, das ist wie Urlaub 1938 in Nazi-Deutschland. Ziemlich unangenehm. Und Kristi Noem, die Heimatschutz-Ministerin, sollte nicht allzu laut gegen die Pressefreiheit vorgehen – denn die Trump-Ära könnte für sie, ihren Boss und deren Mitstreiter auf der Anklagebank enden…

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