Ohne die USA und China können wir das Klima vergessen

Die beiden größten Umweltverschmutzer der Welt, die USA und China, sehen überhaupt keinen Grund, gegen den Klimawandel vorzugehen. Dabei ist die Haltung der USA das Schlimmste überhaupt.

Wer meint, dass der Klimawandel "nur" die Eisbären ausrottet, aber den Menschen verschont, der täuscht sich. Foto: Andreas Weith / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Der irrlichternde US-Präsident Donald Trump ist der wohl bekannteste Klimaleugner der Welt. Sein Credo lautet nicht etwa „Ausstieg aus fossilen Energieträgern“, sondern „Drill, baby, drill!“ – also „Bohr, Baby, bohr“, und zwar nach fossilen Energieträgern. Dabei reicht ein Blick rund um den Globus um festzustellen, dass wir den point-of-no-return längst überschritten haben. Doch statt Wissenschaftsleugner wie Trump aus dem Verkehr zu ziehen, hofieren ihn die europäischen Spitzenpolitiker und betteln um seine Gnade. Es wäre vielleicht an der Zeit, endlich echte Politiker statt Maulhelden zu wählen. So lange das überhaupt noch geht.

Die seltsamen Wetterphänomene halten nicht nur an, sondern intensivieren sich sogar. Im nördlichen Syrien wurden Ende der Woche Temperaturen von 50 Grad gemessen; rund ums Mittelmeer brennen die Wälder und zeigt das Thermometer an vielen Orten ebenfalls mehr als 40 Grad an; Orkane mit Starkregen setzen ganze Regionen unter Wasser; der steigende Meeresspiegel setzt langsam Südseeinseln wie Tuvalu unter Wasser und wir erleben Tornados an Orten, an denen die geographischen Gegebenheiten eigentlich gar keine Tornados erlauben würden. Den Klimawandel leugnen heute nur noch diejenigen, die ein persönliches, finanzielles Interesse an der weiteren Ausbeutung fossiler Energieträger haben.

Die USA sind bereits wieder aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, doch ändert das gerade auch nicht viel. Denn die ambitionierten Klimaziele, die jährlich bei den absolut umweltbelastenden COP-Konferenzen neu definiert werden, ohne dass sie je erreicht worden wären, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden. Denn so lange man mehr Geld verdienen kann, indem man die Umwelt zerstört, statt dass man sie rettet, wird sich nichts ändern.

Es wird langsam Zeit, die „politische Immunität“ derjenigen abzuschaffen, die auf kriminelle Weise diesen Planeten zerstören. Ist die Vernichtung unseres Lebensraums nicht auch ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“? Wann endlich stellt man diese Schreibtischtäter vor Gericht, statt ihnen einen feudalen Schutz angedeihen zu lassen, als gäbe es ihre Verbrechen nicht? Wenn man internationale Haftbefehle gegen Putin und Nethanjahu ausstellen kann, warum dann nicht gegen Donald Trump und andere, die unseren Planeten zerstören?

Während seines Wahlkampfs hat Donald Trump rund 100 Millionen Dollar von der Energielobby für seinen Wahlkampf erhalten. Das mag in den USA gang und gäbe sein, bei uns wäre das Korruption in Reinkultur.

Will die Politik retten, was noch zu retten ist, muss sie so mutig sein, ihren Immunitätsschutz freiwillig aufzugeben. Das bedeutet zwar, dass dann auch politisch Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden können, statt sich lächelnd nach all ihren Vergehen auf eine fünfstellige Rente freuen zu können.

Ansonsten, auch, wenn wir das häufig schreiben, müssen wir uns auch selber die Frage stellen, warum wir seit Jahrzehnten immer wieder diejenigen wählen, von denen wir wissen, dass sie unseren Planeten aufgrund persönlicher Interessen ruinieren. Niemand zwingt uns, unsere eigenen Henker zu wählen, doch ist es genau das, was wir immer wieder tun. Und dabei lassen wir uns inzwischen alles gefallen. In Frankreich wurde die Demokratie abgeschafft, und niemand geht mehr wegen so etwas auf die Straße. Wir befinden uns heute in einer „Kriegswirtschaft“, zu der es nie eine öffentliche Debatte oder gar Abstimmung gegeben hat. Doch wenn wir alles schlucken, was uns die Politik so auftischt, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, dass die Politiker ohne Komplexe alles durchziehen, was sie durchziehen wollen.

Selbst die Abschaffung der sozialen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte nehmen wir hin, wissend, dass wir damit das Versagen der von uns Gewählten ausbügeln sollen. Das alles wird aber nur so lange gut gehen, bis ein Tropfen das Fass überlaufen lässt und dann wird es für diejenigen, die sich heute durch ihre Paläste der Macht schlemmen, eher heftig werden. Doch inzwischen muss man sich die Frage stellen, ob es nicht wirklich schon zu spät ist, diese Entwicklungen noch zu stoppen. Denn genau so, wie wir zusehen, wie unser Lebensraum zerstört wird, schauen wir auch nur zu, wie ein paar Dutzend Halbwahnsinniger die Welt in den III. Weltkrieg treibt. Proteste? Fehlanzeige.

Die einzigen, die man heute laut hört, sind die Unterstützer des Hamas-Terrors, die heute vermitteln, dass Mord, Folter, Vergewaltigung und Entführungen „legitime“ Mittel sind, um politische Ziele durchzusetzen. Und langsam, aber sicher, kommt man zu dem Ergebnis, dass wir alles, was momentan passiert, auch verdient haben. Denn wir wehren uns gegen diese Entwicklungen genauso wenig, wie unsere Vorfahren sich gegen den I. und den II. Weltkrieg gewehrt haben. So, wie es aussieht, ist der Mensch eine Fehlkonstruktion, die auf diesem Planeten wesentlich kürzer überleben wird als Dinosaurier, Krokodile oder Quallen. Ganz schön ernüchternd…

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