Regeln? Wer braucht schon Regeln?…

Das Jahr ist erst eine Woche alt, doch Donald Trump hat bereits sämtliche internationalen Regeln gebrochen und kündigt weitere kriegerische Maßnahmen an.

Ein paar Amerikaner haben inzwischen verstanden, wer da an der Spitze ihres Landes steht... Foto: mathiaswasik from New York City, USA / Wikimedia Commons / CC-BY 2.0

(KL) – Das kann ja heiter werden. Donald Trumps seltsame Politik sollte spätestens jetzt sehr ernstgenommen werden, vor allem, wenn man die amerikanischen Strategien nachliest und diese in Bezug zu seinen Maßnahmen setzt. Denn wer das tut, der fängt nun auch an, sich Sorgen um Europa, die Ukraine und sogar die NATO zu machen.

Für die Ukraine könnten sich die jüngsten Entwicklungen sehr negativ auswirken, denn es ist offensichtlich, dass Trump zwar gegen die ganze Welt, nicht aber gegen Russland vorgeht. Die neue amerikanische Sicherheits-Strategie und die wiederbelebte Monroe-Doktrin bedeuten den Abschied von der transatlantischen Partnerschaft, denn die USA wollen sich künftig nicht mehr um Europa, sondern um den amerikanischen Kontinent und den Pazifikraum kümmern. Und das ist keine Vermutung, sondern die offizielle US-Doktrin.

Da käme der angekündigte Griff nach Grönland gerade recht für die Trump-Administration. Natürlich geht es nicht um „russische und chinesische Schiffe“, die Trump in Scharen rings um Grönland vermutet, sondern um die riesigen Ressourcen, die unter dem abschmelzenden Eis Grönlands liegen. Die Reaktion Dänemarks, das vor diesem Griff nach Grönland warnt, passt Trump gut ins Konzept. Denn wenn die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sagt, dass in diesem Fall „alles vorbei“ sei und damit das Ende der NATO meint, dann ist es gut möglich, dass ein solches Ende der NATO Trump gut in den Kram passt. Denn sollte sich die NATO auflösen, würde das wiederum Kapazitäten für die vielen anderen Kriege freimachen, die der FIFA-Friedenspreisträger gerade lostritt. Und da Trump inzwischen Europa als „Feind“ betrachtet, wäre das die ideale Gelegenheit, sich gleichzeitig Grönland mit seinen Ressourcen einzuverleiben und die Europäer endgültig im Schnee stehen zu lassen.

Für die Ukraine wäre das eine Katastrophe und das dürfte Trump ziemlich egal sein. In diesem Fall müssten die „Willigen“ von halbstarken Sprüchen auf Aktion umschalten und das dürfte schwierig werden, denn die Europäer sind gar nicht in der Lage, die Ukraine militärisch so zu unterstützen, dass das angegriffene Land noch so lange durchhält, dass die „willigen“ Waffenexporteure noch Gelegenheit haben, ordentlich Geld zu verdienen.

Nur – woher nehmen die „Willigen“ ihren Irrglauben, dass die Amerikaner die Kastanien aus dem Feuer holen werden? Die USA von Donald Trump teilen gerade die Welt in Einflußzonen auf und in dieser Aufteilung spielen die Europäer weder für Trump, noch für Putin eine Rolle.

Wenn der mörderische „Friedensengel“ Trump die nächsten Länder angreift, sollten die Europäer klare Kante zeigen und diesen politischen Amokläufer isolieren und sanktionieren. Denn das, was Trump gerade veranstaltet, ist genau das, was auch Putin tut. Moralisch haben sich beide ins Abseits der internationalen Gemeinschaft gestellt und diese wird nun nachdenken müssen, womit man die überflüssig gewordene UNO ersetzen kann. Denn die UNO hat keinerlei Daseinsberechtigung mehr und kann abgeschafft werden. Dennoch wäre es sinnvoll, einen neuen „Völkerbund“ in einem anderen Format ins Leben zu rufen, damit diejenigen Länder, die weder dem Trumpismus, noch dem Putinismus in den nächsten Weltkrieg folgen wollen, eine Tribüne erhalten.

Dabei ist dennoch unglaublich, dass es in Europa Zeitgenossen gibt, die Trump applaudieren, ohne dabei zu merken, dass sie denjenigen bewundern, der gerade dabei ist, weltweit für Krieg und Elend zu sorgen. Aber so, wie es aussieht, ist 2026 tatsächlich das Jahr des Wahnsinns und somit kann man nur weiter beobachten, was für Verrücktheiten diesem verurteilten Straftäter in Washington als nächstes einfallen.

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