So knapp war’s noch nie
Nicht nur, dass es in der Bundesliga so knapp zu geht wie nie, gleichzeitig passiert das Gleiche auch in der 2. Bundesliga. Das wird eine spannende 2. Hälfte der Saison!
Mindestens sooo lange ist es her, dass es in den Bundesligen so eng zuging... Foto: Le miroir des sports / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Es sieht so aus, als hätte man in Deutschland im Profi-Fußball das Konzept des Mittelmaßes abgeschafft. In der 1. und 2. Bundesliga geht es in der Tabelle so knapp zu, dass die Teams entweder zu den Asprianten für Höheres zählen oder aber mitten im Abstiegskampf stecken. Dazwischen gibt es nichts.
In der Bundesliga wurde in dieser Englischen Woche die Hinrunde der Saison 2024/25 beendet und den Tabellen-Achten SC Freiburg trennen von den Champions League-Plätzen nur 3 Punkte und nur 1 Punkt von den europäischen Plätzen. Und selbst der Tabellen-Elfte Borussia Mönchengladbach hat nur 4 Punkte Rückstand auf einen europäischen Platz. Das „Mittelfeld“ gibt es eigentlich nicht, es besteht aus einem einzigen Verein, dem FC Augsburg. Die übrigen sechs Teams müssen um den Klassenerhalt kämpfen.
Und auch in der 2. Bundesliga, die am kommenden Wochenende den Spielbetrieb wieder aufnimmt, geht es genau so zu. 12 Vereine (!) machen sich zumindest Hoffnung auf den Relegationsplatz 3, der für den Tabellen-Zwölften Hertha BSC Berlin 6 Punkte entfernt liegt. Wie in der Bundesliga haben auch hier die letzten sechs Teams ernste Abstiegssorgen.
Das alles verspricht eine sehr spannende zweite Saisonhälfte, in der sich beide Tabellen wohl an jedem Spieltag spürbar verändern. Und diese Spannung wird wohl bis zum Saisonende anhalten, wenn nicht sogar immer spannender werden.
Und wo wir’s gerade vom Spannenden haben – der Racing Club de Strasbourg hat sich im französischen Pokal mit Hängen und Würgen im Elfmeterschießen beim Fünftligisten ES Thaon in den Vogesen für das Achtelfinale des franzöischen Pokals qualifiziert. Und das war in dieser Pokalrunde keine Selbstverständlichkeit. Gleich vier Erstligisten, darunter die Topteams Olympique Marseille und Olympique Lyon flogen gegen unterklassige Teams aus dem Wettbewerb. Insofern wird morgen niemand mehr danach fragen, wie sich Racing qualifiziert hat, gegen die tapferen Vogesenkicker zählt am Ende nur das Ergebnis.
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