Stoppt die Fußball-WM, so lange das noch geht!
Die in diesem Sommer geplante Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA kann unter den aktuellen Umständen nicht stattfinden. Diese WM sollte nach Europa verlegt werden.
„Schau mal, den kannst du direkt neben den erbettelten Friedensnobelpreis stellen...“ Foto: The White House / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Die USA von Donald Trump als einer der Ausrichter der Fußball-WM 2026? Unvorstellbar, es sei denn, man heißt Gianni Infantino und lässt sich für das „Whitewashing“ ordentlich bezahlen, wie es Infantino bereits in Russland 2018 und Katar 2022 gemacht hat. Doch zu der korrupten Zusammenarbeit zwischen Trump und der FIFA kommt jetzt auch noch ein neuer Drogenkrieg in Mexiko und langsam muss man sich darüber im Klaren sein, dass eine Fußball-WM nicht zwischen der ICE-Miliz und den Killern von Drogenkartellen stattfinden kann.
Noch wäre Zeit genug, diese WM auf einen anderen Kontinent zu verlegen, wo es ausreichend Infrastrukturen gibt, mit denen man relativ schnell eine WM organisieren könnte, beispielsweise in Großbritannien, Frankreich oder Deutschland oder allen zusammen. Klar ist nur, dass die USA als neofaschistisches Ausrichterland ebenso wenig in Frage kommt wie Mexiko, wo die Kartelle nach dem gewaltsamen Tod des Drogenbosses „El Mencho“ damit begonnen haben, Terror in fast allen Regionen Mexikos zu säen – und das wird bis zur WM nicht vorbei sein.
Im Grunde lässt die Situation nur drei Optionen zu. Option 1: Sämtliche Spiele der WM werden nach Kanada verlegt, doch ist fraglich, ob Kanada in der Lage ist, alleine diese Mammut-WM zu stemmen, bei der 48 Nationen antreten, damit die FIFA noch mehr TV-Gelder ziehen kann. Option 2: Die WM wird auf einen anderen Kontinent verlegt, idealerweise nach Europa, wo es alle erforderlichen Infrastrukturen, von Stadien bis Hotelkapazitäten gibt. Eine solche Verlegung müsste allerdings schnell erfolgen, damit alles rechtzeitig organisiert werden kann. Option 3: Die teilnehmenden Länder und ihre Fans boykottieren die WM, reisen nicht in die USA und schauen sich die Spiele höchstens im Fernsehen an. Wenn überhaupt.
Dazu muss man jetzt bei der FIFA darüber nachdenken, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, Gianni Infantino den Stuhl vor die Tür zu stellen. Der größte Sportverband der Welt ist gleichzeitig auch der korrupteste, der zwar immer wieder sagt, dass man Sport und Politik nicht vermischen sollte, aber seit einem Jahrzehnt gegen Bezahlung die schlimmsten Regime der Welt aufwertet. Infantino ist als Sportfunktionär nicht mehr tragbar und entweder feuert ihn die FIFA, oder sie geht das Risiko ein, dass sich wie in anderen Sportarten auch, Alternativ-Verbände gründen.
So oder so – in den USA und voraussichtlich auch in Mexiko kann in diesem Sommer keine WM stattfinden und sowohl die FIFA, als auch die nationalen Verbände, müssen dringend einen Alternativplan entwickeln, ob das nun Herrn Trump gefällt oder nicht. Und sollte Gianni Infantino dann jede Menge Geld an die USA zurückzahlen müssen, dann ist das eben so. Der Mann hat derart viel Geld verdient, dass er sich das leisten kann.
Doch die Verantwortung liegt nicht nur bei der FIFA, sondern auch bei den nationalen Verbänden, die man bislang kaum hört. Diese müssen die FIFA und deren seltsamen Präsidenten unter Druck setzen, indem sie sich weigern, ihre Nationalmannschaften in die neofaschistischen USA oder einen tobenden Drogenkrieg nach Mexiko zu schicken. Alternativen gäbe es und solten alle Stricke reißen, dann können wir als TV-Zuschauer diese WM so boykottieren, dass sich das finanzielle Engagement der Sponsoren nicht lohnt. Aber diese WM einfach so laufen lassen, das ist heute wirklich nicht mehr möglich.
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