Trump und seine Ultimaten
Eigentlich sollte heute das xte Ultimatum der USA an das Mullah-Regime auslaufen. Durch einen Post auf seinem Netzwerk „Truth Social“ verlängerte Trump die Frist um einen Tag.
Dieser verstörte Greis sieht sich selbst als Mittelding zwischen Gott und Himmelskörper... Foto: Wortulo with you.com (genius) / Wikimedia Commons / CC0 1.0
(KL) – Die Unberechenbarkeit des greisen und verhaltensgestörten US-Präsidenten gefährdet heute das, was vom Weltfrieden noch übrig ist. Dass sich Trump mit seinen wiederholten und nicht durchsetzbaren Ultimaten inzwischen vor der Weltöffentlichkeit lächerlich macht, stört den Mann wenig. Hauptsache, seine MAGA-Jünger bleiben ihm weiterhin treu, verehren ihn weiter wie einen religiösen Führer, reden nicht mehr von den Epstein Files und stellen seine völlig überdimensionierte Macht nicht in Frage.
Die Nachrichten aus dem Iran und von der Hormuz-Straße zeigen deutlich, dass Trump weiterhin lügt, sobald er den Mund aufmacht. Doch die USA und der Iran sind beide auf dünnem Eis unterwegs, wenn sie sich gegenseitig die „Hölle auf Erden“ versprechen. Klar ist, dass anders, als es Trump seit Wochen kommuniziert, der Iran heute alles andere als wehrlos ist, wie die Anrainer-Staaten Tag und Nacht miterleben müssen, wenn sie von iranischen Raketen und Drohnen getroffen werden, von denen immer mehr ihre Ziele erreichen.
Und natürlich sieht die Welt, dass Trumps ziel- und planloser Krieg die Lage der iranischen Bevölkerung noch weiter verschlimmert hat. Die Hinrichtungen politischer Gegner finden täglich statt, Millionen Iraner sind innerhalb des Landes auf der Flucht, die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen ist schon lange nicht mehr sichergestellt. Dafür sitzen die Mullahs weiterhin fest im Sattel und der Sturz des blutigen Regimes, den die Iraner im Januar 2026 fast schon geschafft hatten, rückt wieder in weite Ferne, wobei Trump wie so oft eine katastrophale Rolle spielt.
Auch die Verrohung der Sprache des US-Präsidenten, der gerne verbal und mit großer Vulgarität gegen diejenigen losgeht, von denen er gerade so dringend Hilfe bräuchte, ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Schwäche und geistiger Verwirrtheit. Dieser Präsident muss abgesetzt werden und wenn die Europäer dem iranischen Volk helfen wollen, sollten sie schleunigst einen Haftbefehl gegen Donald Trump ausstellen, der heute genau so behandelt werden sollte wie Wladimir Putin. Dies würde dann vielleicht auch den amerikanischen Wählerinnen und Wählern zeigen, dass Trumps Aussage, dass die USA respektierter als je zuvor seien, einfach nicht stimmt.
Doch muss man damit rechnen, dass es in dieser Woche zu einer weiteren Eskalation des Kriegs im Iran kommt und dass die USA weiterhin frei jeder Strategie und Zielsetzung alles falsch machen werden, was man in einer solchen Situation falsch machen kann. Wer noch hofft, dass das Weltchaos noch einmal geglättet werden kann, der muss sich heute vollständig von Trump und den USA lossagen. In ein paar Jahren, wenn die Amerikaner aus dem Trump-Albtraum aufwachen, wird man neue transatlantische Beziehungen aufbauen können, doch so lange der Orange Man an der Macht ist, sind die USA weder Partner, noch Freunde, sondern Brandstifter und Gefährder der ganzen Welt.
Was morgen nach Ablauf des inzwischen viermal verschobenen Ultimatums passieren wird, steht in den Sternen. Aber niemand sollte mit einer Lösung dieses Kriegs rechnen.
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