„und dann bricht die Hölle los!“
Donald Trump stellt der Hamas ein Ultimatum – entweder lässt die Terroristen-Organisation die verblieben Geiseln bis zu seinem Amtsantritt frei, oder „es bricht die Hölle los“.
Donald Trump hat der Hamas ein scharfes Ultimatum gestellt. Man wird sehen, ob dies der „Game Changer“ im Gaza-Konflikt wird. Foto: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 2.0
(KL) – Es ist nicht ganz klar, ob Donald Trump gerade auf- oder durchdreht. Seine Ansage an die Terror-Organisationen im Nahen Osten ist eindeutig – entweder der Terror hört auf und die Hamas sorgt selbst dafür, dass die Gaza-Krise beendet werden kann, oder aber Trump will dafür sorgen, dass das, was von Hamas und Hezbollah noch übrig ist, endgültig ausgeschaltet wird.
Stichtag ist der 20. Januar, der Tag, an dem Donald Trump wieder ins Weiße Haus einzieht. Bis dahin sollen alle lebendigen und toten Geiseln freigelassen sein, da ansonsten „die Hölle losbricht“. Dass man sich nicht von Terroristen so erpressen lassen sollte, wie die Welt es seit dem 7. Oktober 2023 tut, ist eigentlich klar. Dass das unendliche Leiden der Bevölkerung von Gaza deshalb nicht endet, weil die Hamas-Terroristen nicht nur die israelischen Geiseln festhalten, sondern auch die eigene Bevölkerung feige als „menschliche Schutzschilde“ missbrauchen, ist ebenfalls klar. Wer also will, dass einerseits die israelischen Geiseln freikommen und andererseits die Zivilbevölkerung in Gaza wieder ein menschenwürdiges Leben führen kann, kann diese Ansage von Trump eigentlich nur gutheißen. Denn es darf nicht sein, dass man Terror und Geiselnahmen als akzeptiertes politisches Mittel adelt – Terrorismus kann man nicht durch Verhandlungen ausbremsen, sondern indem man ihn bekämpft. Der frûhere Bundeskanzler Helmut Schmidt dürfte diese Satz unterschrieben haben.
Die Hamas, deren Führer weitgehend von der israelischen Armee ausgeschaltet wurden, ist nicht etwa ein legitimer Verhandlungspartner, sondern eine verbrecherische Terroristen-Bande, die für den Tod vieler Israelis und von noch mehr Palästinensern verantwortlich ist. Die Ankündigung, dieser Terrorgruppe „die Hölle heiß“ zu machen, ist vielleicht das Element, das diesen Konflikt grundlegend verändern könnte. Und zwar im Interesse der israelischen Geiseln und auch im Interesse der palästinensichen Zivilbevölkerung.
Wie dieses „die Hölle heißmachen“ aussehen könnte, erklärte etwas schwammig der designierte Vizepräsident J. D. Vance: „Das bedeutet, die Israelis in die Lage zu versetzen, die letzten Bataillone der Hamas und ihre Führungsriege auszuschalten“. Das dies nicht durch freundliches Zureden, sondern durch Waffengewalt und knallharte Sanktionen passieren könnte, ist klar.
Nun hat Donald Trump bereits viele Dinge für seine Amtszeit angekündigt, Sinnvolles wie die Beendigung des Ukraine-Kriegs, Blödsinniges wie die Einverleibung Kanadas in die USA. In welche Kategorie seine Ankündigung zum Thema Gaza-Konflikt zählt, wird man sehen.
Dass die USA in der Lage sind, der Hamas, der Hezbollah und auch deren Unterstützern tatsächlich „die Hölle heiß zu machen“, kann man glauben. Inwieweit das den schwelenden Konflikt zwischen der Achse Moskau-Teheran-Peking und Washington weiter eskalieren lässt, muss man abwarten, speziell nachdem Russland und der Iran eine weitere Intensivierung ihrer Zusammenarbeit beschlossen haben.
Das zynische Pokern mit dem Leben der Geiseln und dem Leben der palästinensischen Bevölkerung muss ein Ende haben und dabei ist auch die Nachricht an alle Terrorgruppen der Welt wichtig, nämlich dass blutiger Terror kein Mittel sein kann, politische Forderungen durchzusetzen.
Der 20. Januar steht vor der Tür und damit beginnt der Countdown für Hamas und Hezbollah. Wer immer diese Organisationen dann weiter unterstützt, unterstützt damit auch den internationalen Terrorismus und sollte sich nicht länger darauf verlassen, als Verhandlungspartner im Rennen zu bleiben. Was wie eine harte Drohung klingt, ist im Grunde die beste Nachricht für die Bevölkerung in Gaza – denn wenn die Hamas endgültig ausgeschaltet ist, wird der Weg frei für eine Beruhigung der Lage und mittelfristig sogar für eine Lösung dieses Konflikts.
Kommentar hinterlassen