Und jetzt ist sie schon wieder geschlossen…
Der „großartige, nie dagewesene und totale Sieg“ der USA in der Straße von Hormuz hat keine 24 Stunden gedauert. Die Straße von Hormuz ist schon wieder geschlossen.
Erleben die Amerikaner in dieser Meerenge ihr nächstes Vietnam? Foto: Michiel1972 / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Gehe zurück auf Los und ziehe keine 4000 Dollar ein! So ungefähr könnte man die Entwicklung rund um die Straße von Hormuz beschreiben, nachdem die Iraner diese wieder geschlossen haben, knappe 24 Stunden, nachdem der amerikanische Präsident der Welt seinen „totalen Sieg“ mitgeteilt hatte. Dazu gibt es Berichte, nach denen Öltanker von iranischen Schnellboten angegriffen wurden. Und langsam kommen wir an den Punkt, an dem sich die Amerikaner nur noch lächerlich machen.
Die Lage ist dramatisch und nach praktisch jeder großmäuligen Erklärung des amerikanischen Präsidenten kommt das Dementi aus Teheran. Erst gestern berichteten wir von der Aussage des Mannes, der behauptet hatte, die Iraner würden den USA „ohne einen Cent dafür zu erhalten“ die 440 Kilogramm zu 60 % angereicherten Urans übergeben und für 20 Jahre auf ihr Atomwaffenprogramm verzichten. Inzwischen hat der Iran diese Aussage dementiert und trotzdem lohnt es sich, diese widerspruchlichen Aussagen genauer anzuschauen.
Für die zivile Nutzung von Uran, also in Atomkraftwerken und ähnlichem, reicht ein zu 3,67 % angereichtertes Uran. Das zu 60 % angereicherte Uran, über das der Iran verfügt, ist also sicherlich nicht für eine zivile Nutzung bestimmt. Doch braucht man für den Bau von Atomwaffen ein mindestens zu 90 % angereichertes Uran, was wiederum Trumps „Kriegsgrund“, nämlich dass der Iran in wenigen Tagen oder Wochen über Atomwaffen verfügen würde, als eine seiner vielen Lügen entlarvt.
Vielleicht sollte jemand aus der verstörten MAGA-Truppe den Präsidenten informieren, dass man Kriege nicht mit Lügen, vulgären Beleidigungen und offener Blasphemie gewinnt – denn momentan führen die von diesem Präsidenten gestärkten Mullahs den Mann am Nasenring durch die Manege.
Wir befinden uns also am heutigen Sonntag wieder im Zustand vom letzten Freitag – die Straße von Hormuz ist gesperrt, die Ölpreise werden wieder steigen und die weltweite Energie- und Wirtschaftskrise ist alles andere als gestoppt und vorbei.
Dass in der Zwischenzeit und wenige Stunden vor der Öffnung dieser Meerenge gut informierte Börsianer in New York 760 Millionen Dollar auf einen fallenden Ölpreis gewettet hatten und damit ein Vermögen verdienten, wirft auch Fragen auf – von wem haben diese Trader den entscheidenden Tipp bekommen? In wessen Auftrag wurden diese Wetten platziert? Stecken erneut MAGA-Größen dahinter?
An der Händen der MAGAs klebt immer mehr Blut, die Amateur-Diplomaten der Amerikaner versagen ein ums andere Mal und unter dem Strich wird immer klarer, dass die MAGAs das blutrünstige Mullah-Regime täglich weiter stärken und damit täglich das leidende iranische Volk verraten. Erschreckend ist dabei nicht nur die Unfähigkeit dieses Weiße-Haus-Zirkus, sondern auch, dass nach wie vor rund ein Drittel der Amerikaner hinter diesem irrlichternden Präsidenten steht, dessen Zurechnungsfähigkeit inzwischen nicht nur von den Demokraten in Frage gestellt wird. Man darf gespannt sein, was den Amerikanern in den nächsten Tagen einfällt – zielführend wird es auf jeden Fall nicht sein.
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