Und was bringt das Jahr 2026?
2025 war schon ein richtig übles Jahr. Und die Zeichen deuten nicht gerade auf eine Verbesserung der Lage hin – ganz im Gegenteil. Wir werden gute Nerven brauchen.
Heben wir unser Glas darauf, dass 2026 nicht noch schlimmer wird als 2025! Foto: Unknown author / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Normalerweise würden wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, jetzt einfach ein schönes neues Jahr wünschen. Aber von Jahr zu Jahr fällt es schwerer, zum Jahreswechsel so zu tun, als sei alles mehr oder weniger in Ordnung und als stünde uns ein wunderbares neues Jahr ins Haus. Denn das stimmt leider nicht. Natürlich begleiten Sie unsere besten Wünsche auch in das neue Krisenjahr 2026, doch muss man befürchten, dass die gegenseitigen guten Wünsche nicht mehr ausreichen, die Welt wieder ins Lot zu bringen.
Momentan wird die Welt von kriminellen, korrupten und verhaltensgestörten Menschen regiert und wir sind dabei uns daran zu gewöhnen, dass der Wahnsinn zum System geworden ist. Ein paar Handvoll „Verantworttlicher“ führt die Welt in immer weiter eskalierende Kriege, an denen diese Menschen Geld und Macht verdienen. Das war schon immer so und wird wohl auch in Zukunft so sein.
Im neuen Jahr den Kopf einzuziehen und zu hoffen, dass die Stürme vorüberziehen, wird nicht funktionieren. Wir werden sehr schnell lernen müssen, den Wahnsinnigen die Gefolgschaft zu verweigern und uns dagegen zu sperren, den Kriegswahnsinn zum dritten Mal in etwas mehr als einem Jahrhundert mitzumachen. Dort, wo man noch demokratisch wählen kann, müssen wir diese Möglichkeit nutzen, um uns von den ewig gleichen, alten und korrupten Damen und Herren in der Politik zu verabschieden. Denn diejenigen, die gerade an der Macht sind, haben weder das politische, noch das moralische Rüstzeug, diese Welt zu managen.
2026 wird, logischerweise, die Fortsetzung von 2025 werden. Die Kriege werden sich intensivieren, neue Kriege werden aufflammen, wir werden weiter daran arbeiten, unsere Sozialsysteme zu ruinieren, um diese Kriege zu fnanzieren und die weltweiten Krisen werden nicht weniger, sondern mehr werden. Werte wie „Frieden“, nach denen wir Jahrzehnte lang und Denken und Handeln ausgerichtet haben, werden weiter im Kurs sinken und hören wird man überwiegend diejenigen, die von der Sicherheit des heimischen Sofas aus nach mehr Krieg und Blutvergießen schreien werden.
Doch trotz dieser eher trüben Aussichten wollen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ganz persönlich ein möglichst gutes neues Jahr wünschen. Mögen Sie von den Wirren der Zeit verschont bleiben, mögen Sie viele positive Momente mit sich selbst und den Ihren erleben!
Und der letzte Tag des Jahres ist natürlich auch der Zeitpunkt, nicht nur unseren Leserinnen und Lesern, sondern auch unserem ganzen Team zu danken! Die Eurojournalisten Jean-Marc Claus und Michael Magercord sind hoch engagiert und unser Team hat sich dieses Jahr deutlich verjüngt. Daher auch ein großes Dankeschön an die Studenten und Studentinnen des „Institut du Journalisme Européen“, die nicht nur im Sommer für zwei Monate die „Junge Redaktion Eurojournalist(e)“ übernommen haben, sondern auch ansonsten immer wieder tolle Artikel vorgeschlagen und realisiert haben. Allen Kontributoren, Mitwirkenden, Redakteuren wie Esther Heboyan, Geneviève Hénault und den vielen anderen ein riesiges Dankeschön!
Auch der Stiftung „Fondation René Cassin“ (Internationales Institut für Menschenrechte) sei Dank – gemeinsam mit den Kollegen „Chaires d’Excellence“ konnten wir eine journalistische Brücke zwischen Europa und Afrika aufbauen, die 2026 richtig Fahrt aufnehmen wird. Und wenn wir schon bei den Danksagungen sind, ebenfalls ein herzliches Dankeschön an das Team von Radio Judaïca in Strasbourg und an alle Studiogäste meiner Sendung “L’Europe et Nous”!
Ansonsten haben wir noch einen Wunsch für das neue Jahr und der richtet sich an das Europäische Parlament, das sich ja so sehr für die Demokratie, die Pressefreiheit und die europäischen Werte einsetzt. Es wäre prima, wenn wir nach so vielen Jahren der Berichterstattung endlich wieder in den Sitzungswochen des Parlaments akkreditiert würden, denn es ist immer ein wenig seltsam, wenn sich Institutionen als „Hüter der Demokratie“ selbst loben, dann aber Medien von der Berichterstattung ausschließen, weil sie zu kritisch sind.
Wir wünschen Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, in der Hoffnung, dass es so friedlich wie irgend möglich werden möge. Und das sollte bereits mit einer Sylvesternacht ohne dramatische Zwischenfälle beginnen.
Ihnen alles Gute!
Herzlich
Ihr
Kai A. Littmann und das ganze Eurojournalist(e)-Team
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