Und wieder (gähn…) neue Strafzölle

Der US-Präsident hat immer noch nicht verstanden, was Strafzölle sind und wie sie funktionieren. Und so gibt es ab Montag wieder 25 % auf PKWs und LKWs aus Europa.

Ernsthaft - dieser Mann hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Foto: Donald Trump via Artificial Intelligence / Wikimedia Commons / PD

(KL) – Auch nach einem halben Jahr seiner wirren Strafzoll-Politik hat der US-Präsident immer noch nicht verstanden, wer eigentlich Strafzölle bezahlt, nämliche amerikanische Importeure und in der Folge, die amerikanischen Verbraucher. Und so stand dieser verhaltensgestörte Greis einmal mehr vor der Presse, wütete gegen Europa und kündigte an, dass durch die neuen Strafzölle Milliarden in die USA gelangen würden. Langsam wird dieser Wahnsinn langweilig und eigentlich wäre es inzwischen angebracht, die Einfuhr von amerikanischen Fahrzeugen nach Europa auszusetzen, bis ein neuer Präsident im Oval Office einzieht.

Die „Strafen“, mit denen dieses politische Elend diejenigen belegen will, die nicht bei seinen Verrücktheiten mitziehen, bewegen sich am Rande zum Lächerlichen. Wie eigentlich alles, was der Mann unternimmt. Kenntnisse hat er von ungefähr nichts und es wird immer deutlicher, dass er alles, was er anfasst, an die Wand fährt. Aber würde sein Irrsinn nur die Amerikaner betreffen, dann könnte man noch sagen, „selbst Schuld, ihr habt den Irren zweimal gewählt, seht zu, wie ihr ihn wieder loswerdet“, aber blöderweise zündet der Mann gerade die halbe Welt an und seine politischen Amokläufe betreffen uns in Europa ebenso wie die Menschen in Asien und Afrika.

Europa wird nicht umhin kommen, irgendwann auf den Tisch zu schlagen und dem Wahnsinn einen Riegel vorzuschieben. Die USA sind keinesfalls autark und brauchen internationale Partner dringender, als diese die USA brauchen. Allerdings sollte man zum Thema USA jemand anderen als die unterwürfige Ursula von der Leyen verhandeln lassen, die es gewohnt ist, dem US-Präsidenten jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Europa muss jetzt klare Kante zeigen und endlich auf die permanenten Beleidigungen, Drohungen und „Strafmaßnahmen“ reagieren.

Natürlich hofft Trump durch diese Strafzölle europäische Hersteller dazu zu bewegen, Fabriken in den USA aufzubauen, um von dort aus strafzollfrei Autos verkaufen zu können. Nur – wie attraktiv ist es für europäische Autobauer, in einer neofaschistischen und unberechenbaren Diktatur zu investieren? Ein Investment in den USA ist momentan ungefähr so attraktiv wie in Nord-Korea.

Dass einzelne europäische Politiker wie Pedro Sanchez, Georgia Meloni oder sogar Friedrich Merz dem US-Präsidenten gelegentlich ein Kontra geben, das reicht nicht. Die EU muss endlich geschlossen diesem Wahnsinn begegnen, denn inzwischen hat die ganze Welt erkannt, dass dieser Mann nicht zurechnungsfähig ist. Da könnte man auch aufhören, mit ihm „Des Kaisers neue Kleider“ zu spielen und gemeinsam als EU eine rote Linie ziehen. Das ist dringend nötig, denn egal, wo man diese rote Linie zieht, der US-Präsident hat sie längst überschritten.

Dass es die Amerikaner nicht schaffen, diesen politischen Schreibtischtäter loszuwerden, ist eine Sache. Aber eine andere Sache ist, wie wir uns als Europäer gegenüber diesem täglichen Irrsinn positionieren. Irgendwann wird man auch in Brüssel begreifen müssen, dass man mit diesem Mann nichts anfangen kann und dass jede weitere Zusammenarbeit mit ihm bedeutet, sich zu seinem Komplizen bei seinen Verbrechen zu machen. Der Wahnsinn sollte gestoppt werden, je schneller, desto besser.

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