Unglaublich – der Arbeitsmarkt widersteht allen Krisen
Die Arbeitslosenquote in der Ortenau steht weiterhin bei 3,9 %. Angesicht der zahllosen Weltkrisen ist es erstaunlich, dass der Arbeitsmarkt immer noch stabil ist.
Die Arbeitsmarkt-Profis in der Ortenau machen einen hervorragenden Job... Foto: Eurojournalist(e) / CC-BY 2.0
(KL) – Es gab Zeiten, als die monatliche Verkündung der Arbeitsmarktzahlen ein Informations-Highlight zum Monatsbeginn war. Doch das ist lange vorbei – inzwischen sind die Zahlen des Arbeitsmarkts fast eine Kurzmeldung, zum einen, weil die Zahlen überraschenderweise anhaltend gut sind, zum anderen, weil die Weltkrisen die Schlagzeilen beherrschen. Erstaunlich ist allerdings, dass eben diese Weltkrisen praktisch keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt am Oberrhein zu haben scheinen. Angesichts der sich verschlechternden Lage auf dem französischen Arbeitsmarkt, ist das eine Nachricht, die auch für Arbeitssuchende aus dem Elsass interessant sein dürfte.
Die 3,9 % Arbeitslosenquote entsprechen in absoluten Zahlen 10.194 Menschen in der Ortenau, die momentan keine Arbeit haben. Dazu berichtet die Agentur für Arbeit in Offenburg, dass trotz der Pfingstferien und der zahlreichen langen Wochenenden im Mai mehr freie Stellen gemeldet wurden. Und das ist ein Indikator, dass es der Wirtschaft in der Ortenau gut geht, dass die Auftragslage der Unternehmen stimmt und dass sich der Arbeitsmarkt von den Weltkrisen (noch nicht?) angreifen lässt.
Momentan sind in der Ortenau 3.448 Stellen zu besetzen, insbesonders im verarbeitenden Gewerbe. Gute Nachrichten gibt es auch vom Ausbildungsmarkt, was natürlich speziell für junge Menschen wichtig ist. Momentan gibt es in der Ortenau mehr als 1.400 freie Ausbildungsplätze. Wer sich hierzu beraten lassen möchte, kann das am 9. Juli tun, wenn 15 Arbeitgeber, die Hochschulen Offenburg und Kehl, die IHK Südlicher Oberrhein, die Handwerkskammer, sowie die Arbeitsagentur Offenburg die Last-Minute-Börse „#StudierHier“ organisieren, auf der sich junge Menschen zu für sie passende Studiengänge, oder eben für Ausbildungsplätze beraten lassen können.
Da kann man nur hoffen, dass diese Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter anhält. Nachdem die Ortenau bereits die Covid-Krise ziemlich gut überstanden hat, scheinen eben auch die aktuellen Krise, Zollstreitigkeiten und Probleme bei der Verfügbarkeit von beispielsweise Seltenen Erden der Wirschaft in der Ortenau nichts anzuhaben. Es wäre schon, wenn das so bliebe.
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