Viel peinlicher geht es kaum noch…

FIFA-Boss Gianni Infantino, der Mann, der gerade dabei ist, den Fußball an die Diktatoren dieser Welt zu verhökern, hat Donald Trump den FIFA-Friedenspreis verliehen.

Der "FIFA-Friedenspreis" wurde jemandem verliehen, der diesen Preis überhaupt nicht verdient hat. Foto: The White House / Wikimedia Commons / PD

(KL) – Das nicht korrupte Friedensnobelpreis-Komitee hatte dem amerikanischen Druck standgehalten und Donald Trump den Nobelpreis aus gutem Grund verweigert, der Fußball-Weltverband FIFA, beziehungsweise dessen seltsamer Präsident Gianni Infantino dagegen nicht. Bei der Auslosung der Vorrundengruppen der „Whitewashing-WM“ 2026 ehrte Infantino Donald Trump mit dem „FIFA-Friedenspreis“, und damit nicht irgendein Komitee dazwischenfunkt, entschied Infantino eben alleine, wer diesen Preis erhält. Dabei hatte Infantino wohl die Wahl zwischen Wladimir Putin, Kim Jong-un und Donald Trump. Da Infantino gerade mit der kommenden WM Milliarden scheffelt, fiel die Auswahl nicht schwer. Es wurde Donald Trump.

Der FIFA-Friedenspreis ist vollständig wertlos und eine einzige Peinlichkeit. Wenn sich die korrupten Champions der Welt gegenseitig Medaillen um den Hals hängen, dann ist das eigentlich nur widerlich. Zumal der erste Preisträger des FIFA-Friedenspreises überhaupt keinen Frieden schafft, sondern die Welt mit Krieg überzieht und diejenigen Kriege, von denen er vollmundig behauptet hatte, sie „innerhalb von 24 Stunden“ zu beenden, nur weiter eskalieren lässt. Dazu hat er bereits seinen Krieg gegen Venezuela gestartet, bei dem es um viel Öl, Geld und geopolitischen Einfluß geht und Kolumbien hat er bereits das gleiche angedroht.

Dass sich die FIFA im Namen von Millionen Fußball-Fans auf der ganzen Welt derart zum Unterstützer eines neofaschistischen, bereits verurteilten Kriminellen macht, ist der Gipfel der Peinlichkeit. Gewiss, man hat Infantino auch kurz nach der russischen Annexion der Krim in den Armen von Putin gesehen, gewiss, auch den Menschenrechtsverletzern in Katar hat er den Hintern geküsst, aber seine Bromance mit Donald Trump schlägt alles.

Wie die Auslosung der Gruppenphase verlaufen ist, das müssen Sie schon woanders lesen, denn bei Eurojournalist(e) werden wir nichts über diese WM berichten, um uns nicht am „Whitewashing“ eines neofaschistischen Regimes zu beteiligen. Aber alleine dieser FIFA-Friedenspreis sollte für jedermann Grund genug sein, diese WM 2026 von Anfang bis Ende zu boykottieren. Das Milliardengeschäft, das Trump und Infantino dort aufziehen, ist ein einziger Skandal und dieser „FIFA-Friedenspreis“ ist eine Farce. Viele hätten einen solchen Preis verdient gehabt, aber einer sicher nicht – Donald Trump.

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