Wenn Gewalt und Lügen ein gängiges Mittel werden

Die öffentlichen Morde der US-Gestapo ICE werden durch die Lügen der Regierungsvertreter noch schlimmer gemacht. Und sie senden ein fatales Zeichen in die Welt.

Inmitten ihrer Mördertruppen fühlt sich Heimatschutz-Ministerin Kristi Noem am wohlsten. Foto: Tia Dufour/United States Department of Homeland Security / Wikimedia Commons / PD

(KL) – Was momentan in den USA passiert, das gibt es in dieser Form noch nicht einmal in den Diktaturen, die seit Jahren als „Schurkenstaaten“ bezeichnet werden. Für die von ICE verhafteten, verletzten und ermordeten Menschen ist das natürlich am schlimmsten, doch auch die langfristigen Signale in die Gesellschaft sind fatal. Speziell für die bildungsfernen und bis an die Zähne bewaffneten MAGA-Anhänger sind die ICE-Morde wie eine Aufforderung, selbst zur Tat zu schreiten. Und dieses Signal geht auch um die ganze Welt – bewaffnet euch und nehmt euch das, was ihr für Recht haltet.

Die inzwischen nicht einmal mehr kaschierte Aufforderung zu Gewalt ist eine Sache, die das jetzt und heute betrifft. Die Lügen der Trump-Verwaltung, der üblichen Lautsprecher Kristi Noem und Karoline Leavitt, die Mordopfer als „domestic terrorists“ diffamieren, obwohl die ganze Welt Zeuge ist, dass dies nicht stimmt, sendet das zweite Signal hinaus in die Welt. Lügt so lange, bis eure Lügen wie Wahrheit wirken. Sagt den Leuten, dass das, was sie sehen, gar nicht existiert und erfindet so lange Dinge, bis man sie glaubt. Der Faschismus der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ist zurück und strahlt hinaus in die ganze Welt.

Für diejenigen, die ihren Unterdrückern nicht kritiklos zujubeln und sich darüber freuen, „dass endlich mal jemand aufräumt“, bleibt ein Gefühl der absoluten Ohnmacht gegenüber des immer präsenteren Faschismus. Dabei reicht nicht mehr, dass die Amerikaner im November voraussichtlich neue Mehrheiten im US-Kongress schaffen könnten, die Trump und seiner kriminellen Vereinigung die Flügel stutzen könnten. Denn bis November wird sich die Lage in den USA und auch weltweit weiter verschärfen und Trump setzt alles daran, diese Zwischenwahlen zu verhindern.

Dazu will der selbsternannte „Friedensengel“ Trump jetzt auch auf Kuba aktiv werden und man kommt kaum mit den Informationen hinterher, derart schnell verwandeln die Trump & Ko. die Welt in einen Ort des Hasses, des Kriegs, des Rassismus und der Unterdrückung der Völker.

Und wir? Was können wir tun? Nicht so richtig viel – allerdings sollten wir dringend aufhören, bei uns Politiker zu wählen, die diesen Faschisten die Schuhe putzen und jeden Wunsch erfüllen. Viel mehr werden wir nicht tun können, aber das wäre immerhin mal ein Anfang.

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