Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt…
… der könnte das teuer bezahlen müssen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos zeigen die Erklärungen von Wolodomyr Selenskyi und Olaf Scholz, dass sie eben diese Zeichen tapfer ignorieren.
Olaf Scholz und Wolodomyr Selenskyi müssten dringend umdenken. Foto: President of Ukraine / Wikimedia Commons / CC0 1.0
(KL) – Es ist diese Woche in Davos so, wie es bereits im letzten Jahr und im Jahr davor war. Die Ukraine und deren westliche Unterstützer reden immer noch von mehr Waffen und Geld, um Russland zu einem „gerechten Frieden“ zu zwingen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass es in der Geschichte der Menschheit noch nie einen Krieg gegeben hat, der mit einem „gerechten Frieden“ beendet wurde und dass alles, was seit bald drei Jahren an Waffen und Milliarden in die Ukraine gepumpt wurde, wirkungslos verpufft ist, wie ein Blick auf die Front in der Ostukraine zeigt, wo Russland rund 20 % ukrainischen Territoriums fest kontrolliert. Dass man allerdings nach drei Jahren des erfolglosen Kampfes nicht auf die Idee kommt, dass man mit der Situation anders umgehen muss, ist erstaunlich. Zumal sich nun mit dem Amtsantritt von Donald Trump die Lage vollständig verändert.
Die beiden einzigen Supermächte dieser Welt, die USA und China, haben keinerlei Interesse an diesem Krieg. Und deshalb werden sie ihn beenden, und zwar nicht mit einem „gerechten Frieden“, sondern mit einem Waffenstillstand, der der Ukraine sehr wehtun wird, aber angesichts der selbst von Selenskyi eingeräumten Unmöglichkeit, diesen Krieg militärisch zu gewinnen, auch zu diesem Preis geschlossen werden muss, will man das Gemetzel beenden.
Insofern sind Selenskyis und Scholz Erklärungen in Davos völlig realitätsfremd und man könnte das Gefühl bekommen, dass alle mittlerweile in ihrer eigenen Propaganda gefangen sind und aus ihren eigenen Erklärungen und Behauptungen gar nicht mehr herauskommen. Doch muss man feststellen, dass die pharaonischen Milliardenhilfen und Waffenlieferungen nichts am Verlauf der Front geändert haben, wo die russische Armee weiter vorrückt. Da helfen auch die ukrainischen Nadelstiche im russischen Hinterland nichts, außer, dass sie zu immer heftigeren Angriffen Russlands auf eine inzwischen rund zur Hälfte zerstörten Infrastruktur der Ukraine führen.
Und auch erstaunlich: Selbst nach drei Jahren dieses Kriegs gibt es immer noch keine europäische Strategie für diesen Krieg. Es bringt überhaupt nichts mehr, die Schuldfrage an diesem Krieg zu diskutieren, die hat sich am 22. Februar 2022 von selbst beantwortet. Doch kann es keine Strategie sein, einfach sämtliche Wünsche des selbst in der Ukraine umstrittenen Selenskyi zu erfüllen, bis die Ukraine vollständig zerstört ist. Und genau das tun die Europäer gerade, doch die Präsidentschaft Trumps kann hier der Game Changer werden. Für Trump und seinen chinesischen Kollegen Xi Jinping ist dieser Krieg schlicht zu teuer und kann am Ende weder den USA, noch China irgendeinen messbaren Vorteil bringen. Daher werden die beiden ihn beenden, nicht etwa mit einem „gerechten Frieden“, sondern mit einem Waffenstillstand, der das Töten und Zerstören beendet. Denn nach diesem Krieg muss die Ukraine auch wieder aufgebaut werden und dafür werden, je nach Schätzung, zwischen 440 Milliarden und 1 Billion Euro fällig werden.
Nur eines ist klar – so, wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen. Daher wäre es sinnvoll, würden nun auch die Politiker in Europa und Selenskyi selbst ihre Positionen und ihren ewig gleichen Diskurs ändern. Zumindest dann, wenn sie das, was heute von der Ukraine übrig ist, retten wollen.
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