Will eigentlich überhaupt jemand Frieden?
Es laufen hektische diplomatische Bemühungen und beinahe täglich bejubeln sich westliche Politiker für „diplomatische Durchbrüche“. Aber der Krieg wird noch lange weitergehen.
Bei den "Willigen" herrscht prächtige Laune - denn von diesem Krieg in der Ukraine profitieren eine Menge Leute... Foto: Photographer of the UK Government / Wikimedia Commons / OGL v3.0
(KL) – Während Wolodymyr Selenskyi durch die Welt jettet und Schecks einsammelt, diskutieren „die Willigen“ großartige Szenarien, wie es nach dem Ende des Kriegs weitergehen soll und bis dahin wird die Ukraine weiterhin all das bekommen, was sie braucht, um diesen Krieg weiter in die Länge zu ziehen. Doch die Pläne und „Durchbrüche“ sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Denn diesen Krieg beenden möchte offenbar niemand. Schon gar nicht Russland.
Es ist leider ein Zeichen absoluter Hilflosigkeit, wie „die Koalition der Willigen“ in Genf den zweifellos schwierigen „US-Friedensplan“ mit seinen 28 Punkten so verändert hat, dass bereits am nächsten Tag ein klares „Njet“ aus Moskau kam. Die endlosen Diskussionen, bei denen die Ukraine, die USA und die „Willigen“ tolle Pläne schmieden, sind vollständig wirkungslos, da Russland sie bereits abgelehnt hat. Die russische Strategie ist dabei völlig klar. Russland wird sich die Zeit nehmen, den immer schwächer werdenden Widerstand der Ukraine weiter zu brechen, schrittweise nach Westen vorrücken und so lange diesen Krieg weiterführen, bis es seine Ziele erreicht hat. Dies ist erklärtes russisches Ziel.
Dass man im Westen auch nach vier Jahren des Kriegs weiterhin lieber auf die eigene Propaganda hört, als auf die Realitäten dieses Kriegs zu reagieren, wird die Ukraine ins Unglück stürzen. Wer heute noch behauptet, dass die Ukraine diesen Krieg militärisch gewinnen und die russische Armee aus den annektierten Regionen vertreiben kann, der macht sich mitschuldig an der vollständigen Zerstörung und Unterwerfung der Ukraine.
Das nächste Ziel Russlands wird 2026 die Großstadt Dnipro sein – die Front rückt immer weiter in Richtung dieser Stadt vor. Da können „die Willigen“ ihre nationalen Haushalte auf Jahrzehnte hinaus ruinieren, da kann die Europäische Union Gelder mobilisieren, die sie gar nicht hat, die Realitäten sind eben das, was sie sind. Wer allerdings im Jahr 2025 wieder einmal Tugenden aus der Vergangenheit hervorkramt, wie Helden-Mut, -Tod, -Opferbereitschaft, der trägt einen Teil der Verantwortung für den Tod Tausender ukrainischer Soldaten und Zivilisten.
Nach wie vor reden wir uns selber ein, dass der Gegner des Westens nur Russland sei und nicht etwa „Russland + BRICS“ und dass nur noch ein paar Milliarden und Waffensysteme ausreichen würden, damit Selenskyi den Krieg gewinnt. Bei den Milliarden sollte man allerdings anfangen, etwas vorsichtiger mit Geld um sich zu werfen, das auf Pump aufgenommen werden muss und für das wir sogar bereit sind, unsere Sozialsysteme zu verwüsten und unsere Infrastrukturen verrotten zu lassen. Vielleicht könnte man sich angesichts der Dauer dieses Kriegs und der Korruptionswelle, die über die ukrainische Regierung schwappt, endlich dazu durchringen, den Verbleib der Milliarden in der Ukraine zu kontrollieren? Als die EU und andere Institutionen Griechenland vor Jahren Milliarden überwiesen hatten, wurde eine „Troika“ aus Brüssel nach Athen geschickt, die jeden Cent europäischer Gelder und deren Verbleib kontrollierte. Wieso soll das denn nicht auch in der Ukraine möglich sein, wo man sich offenbar bis in höchste Regierungskreise hinein die Taschen füllt?
Doch da man jetzt als „Strategie“ beschlossen hat, dass die Herren Starmer, Macron, Merz, Witkoff und Selenskyi entscheiden sollen, wie es mit diesem Krieg weitergehen soll, wird er eben weitergehen. Das ganze Gerede, dass Putin bis spätestens 2030 an der französischen Grenze stehen wird, und mit dem die pharaonischen Ausgaben für Rüstungsgüter rechtfertigt werden, könnte man sich auch sparen. Um den Westen in den Ruin zu treiben, braucht man keinen Putin. Das kriegen wir auch ganz alleine mit einem politischen Führungspersonal hin, dem man im „wirklichen Leben“ nicht einmal das Management eines Tante-Emma-Ladens anvertrauen würde. Währenddessen sitzt Putin im Kreml und hält sich den Bauch vor Lachen ob der völligen Unfähigkeit der „Willigen“. Es ist ein Trauerspiel, das noch viele Jahre andauern und viele, viele Menschenleben kosten wird.
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