„Wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren…“
Der Chef des französischen Generalstabs Fabien Mandon hat Frankreichs Bürgermeister aufgefordert, ihre Bevölkerungen auf den Krieg vorzubereiten. Der Wahnsinn bekommt System.
Wir sind wieder so weit - wir sollen unsere Kinder für die kranken Ambitionen der Mächtigen opfern. Foto: John Sloan / Wikimedia Commons / PD
(KL) – Die zum Kongress der Bürgermeister Frankreichs versammelten Spitzen der französischen Städte staunten nicht schlecht, als der Chef des französischen Generalstabs Fabien Mandon seine Rede hielt. Der Mann kündigte einen russischen Angriff auf die NATO an und verstieg sich dabei zu der Aussage, dass wir „akzeptieren müssen, unsere Kinder zu verlieren“, und natürlich auch, dass wir enorme wirtschaftliche Opfer bringen müssen. Da der Chef des Generalstabs natürlich nicht seine eigene Meinung öffentlich vertritt, hat man in seiner Ansprache die Stimme des Präsidenten Emmanuel Macron gehört, bei dem immer deutlicher wird, dass er als „Kriegsherr“ sein Land in den Krieg führen will. Die Reaktionen in Frankreich auf diese unglaubliche Aussage sind heftig.
Man könnte das Gefühl bekommen, dass wir 1914 und 1939 wiederholen. Die Kriegstreiber in Ost und West impfen ihre Bevölkerungen mit Botschaften, bei denen es einem kalt den Rücken herunterläuft. „Wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren“?! Wir sollen zum dritten Mal in etwas mehr als einem Jahrhundert unsere Kinder als Kanonenfutter für die kranken Machtphantasien einiger Dutzend Mächtiger opfern? Darauf kann es nur eine einzige Antwort geben: Nein!
Die Kriegsgeilheit einiger Staats- und Regierungschefs hat einen Hintergrund. Verschiedene dieser Leute stehen vor Wahlen, an denen sie nicht mehr teilnehmen dürfen oder bei denen sie keine Chancen auf eine Wiederwahl mehr haben. Da käme ein Krieg genau richtig, denn so lange sich die Länder im Krieg befinden, finden keine Wahlen statt und diejenigen, die heute an der Macht sind, können diese dann ein wenig länger genießen.
Doch statt die Bevölkerungen darauf vorzubereiten, ihre Kinder in den Krieg und damit in den Tod zu schicken, sollten die Militärs lieber die politische Verantwortlichen dazu zwingen, sich für Frieden statt für Krieg zu engagieren. In Europa weiß man, was Krieg bedeutet. Zweimal wurde der Kontinent im letzten Jahrhundert verwüstet, Millionen Menschen, Soldaten und Zivilisten wurden getötet.
Nicht wir müssen akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren, sondern die Ukraine und die „Koalition der Willigen“ müssen akzeptieren, dass die Ukraine den Krieg gegen den russischen Aggressor verloren hat und dass es, wie auch von den USA gefordert, Gebietsabtretungen geben muss, die den heutigen Realitäten im Osten der Ukraine entsprechen. Das setzt voraus, dass diese „Willigen“ akzeptieren, dass es keinen „gerechten Frieden“ geben wird und dass die weitere Eskalation dieses Krieges, die von allen Seiten betrieben wird, keinen Frieden, sondern den nächsten Weltkrieg bringen wird. Und für diesen Wahnsinn sollen wir unsere Kinder opfern?
Nein, es kann nicht sein, dass sich Europa zum dritten Mal in diesen Wahnsinn stürzt und nach fast vier Jahren des Kriegs sollte man in Europa anfangen, sich anders zu diesem Krieg zu positionieren als bisher. Dass es nichts bringt, Milliarden in ein hochkorruptes Fass ohne Boden zu werfen und immer mehr Waffen in die Ukraine zu liefern, das sollte man nach vier Jahren eigentlich verstehen. Nicht nur Russland wird zum Frieden gezwungen werden müssen, sondern auch Selenskyi, der schon längst nicht mehr die ganze ukrainische Bevölkerung vertritt, was man an der Massenflucht junger Ukrainer erkennt, die keinesfalls den „süßen und ehrenvollen“ Heldentod an der Front sterben wollen.
Dass nun die französische Regierung ihre Bevölkerung auf den nächsten Mega-Krieg einstimmen will, muss eine eindeutige Reaktion erzeugen. Nein zum Krieg! Unsere Kinder sollen leben, denn sie sind die Zukunft unserer Länder. Sie haben besseres verdient, als für perverse Staatenlenker zu sterben. Die aktuelle Generation von Kriegstreibern in Ost und West muss gestoppt werden. Diejenigen, die aus Machtkalkül ihre Länder in den Krieg treiben wollen, müssen abgewählt werden. Unsere Kinder sollen leben und nicht für die kranken Ambitionen der Mächtigen geopfert werden. Wir müssen nicht akzeptieren, unsere Kinder zu verlieren, sondern wir müssen lernen, uns von denjenigen Politikern zu trennen, die unsere Kinder in den Tod schicken wollen.
Um die unglaubliche Einlassung von General Fabien Mandon anzuschauen, klicken Sie hier!
Wir wissen mittlerweile wer die Ukraine zum Frieden zwingen will, aber wer wird Russland zu diesem Frieden zwingen?
Die Frage, wer an diesem Krieg die Schuld trägt, stellt sich natürlich nicht. Seit fast vier Jahren verhängen wir “Sanktionen” gegen Russland, die wir sofort unterlaufen, weil wir weiter Geld in Russland verdienen wollen, und unsere Staats- und Regierungschefs bereiten jetzt die Bevölkerungen auf den nächsten grossen Krieg vor.
Da mag jeder seine eigene Meinung haben, aber ich bin nicht bereit, meinen Sohn für die undurchsichtigen Absichten hoch korrupter Führer in allen Lagern zu opfern. Den Mist hat es im letzten Jahrhundert gleich zweimal gegeben und ich muss zugeben, dass ich meinen Sohn zu sehr liebe, als dass ich bereit wäre, ihn “Hurra!” schreiend als Kanonenfutter für diese politischen Führer zu opfern. Wenn Selenskyi tatsächlich eine militärische Niederlage “bis zum letzten Mann” bemänteln will, ist das seine Sache und die der Ukrainer, die scharenweise das Land verlassen und gar nicht so erpicht darauf sind, sich “bis zum letzten Mann” töten zu lassen.
Aber dass man nach vier Jahren Krieg immer noch nicht merkt, dass man praktisch alles falsch macht, ist erstaunlich. Einen “gerechten Frieden” wird es nicht geben – entweder macht man Kompromisse oder entscheidet sich, das ukrainische Volk umbringen zu lassen. Es ist tragisch, aber noch nie ist ein Krieg durch einen von der unterlegenen Nation diktierten “gerechten Frieden” beendet worden. In der Ukraine wird das leider auch nicht passieren.
Si vis pacem, para bellum.
Schon einmal in der Geschichte Europas haben wir diese simple Botschaft ignoriert und dafür einen bitteren Preis zahlen müssen.
Zu dem Thema sollte man sich vielleicht gerade in Deutschland vorsichtig verhalten. In den letzten 100 Jahren haben wir den Krieg vorbereitet und dann auch geführt. Mit über 100 Millionen Toten. Der Vergleich München 1938 und Ukraine 2025 hinkt gewaltig. Aber wer gerne akzeptiert, seine Kinder als Kanonenfutter für die Interessen der Putins, Trumps & Ko. zu opfern, der darf das ja tun. Für mich persönlich ist das ein klares NEIN. Und offensichtlich sind die 1800 jungen ukrainischen Männer, die jede Woche nach Deutschland flüchten, auch nicht so begeistert, “bis zum letzten Blutstropfen” zu kämpfen. Die Geschichte Europas sollte uns eigentlich lehren, dass alles besser als Krieg ist. Aber das haben viele inzwischen schon wieder vergessen…