Zeckenalarm am Oberrhein
Jetzt im Frühling sind die Zecken besonders aktiv und der Oberrhein gehört zu den Regionen, in denen Zecken am weitesten verbreitet sind. Nach dem Spaziergang im Grünen heißt es aufpassen!
Klein, aber gemein - speziell im Frühling und speziell am Oberrhein sollte man aufpassen. Foto: Dunpharlain / Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0int
(KL) – Der Frühling am Oberrhein ist eine wunderbare Jahreszeit, die zu Ausflügen ins Grüne einlädt, ob in Schwarzwald oder Vogesen, in den Rheinauen oder Wäldern der Region. Doch nach solchen Ausflügen sollte man kontrollieren, ob man sich eine (oder gar mehrere) Zecke(n) eingefangen hat, denn ein Zeckenbiss kann, wenn es blöd läuft, zu einer Borreliose oder Lyme-Krankheit führen und diese Krankheit kann dramatisch verlaufen. Dadurch, dass der Oberrhein aufgrund seiner Natur zu den Zecken-Regionen gehört, ist gerade jetzt Aufmerksamkeit dringen angeraten.
Die kleinen Spinnentiere lauern im Gras und können dort sehr lange aushalten, so lange, bis ein potentieller Wirt nah genug vorbeikommt, dass die Zecke auf ihn überwechseln kann. Dabei kann der Wirt sowohl ein Tier wie ein Hund oder ein Mensch sein. Sobald die Zecke einen Wirt gefunden hat, saugt sie mit ihren länglichen Mundwerkzeugen Blut aus dem Wirt und kann dabei Krankheitserreger übertragen.
Entdeckt und entfernt man eine Zecke schnell, bleibt das Risiko überschaubar. Erst nach rund 12 Stunden wird es in der Regel für den Wirt gefährlich, wenn sich die Zecke vollgesogen hat. Allerdings muss man beim Entfernen von Zecken sehr vorsichtig vorgehen. Dabei sollte man den Rat von Experten befolgen und auf „Hausmittel“ verzichten.
So gibt es Zeitgenossen, die empfehlen, saugende Zecken abzuflämmen oder mit Öl zu beträufeln, damit sie ersticken. Diese Methoden sollten Sie ganz schnell vergessen, denn bei diesen Methoden gibt die Zecke Körperflüssigkeiten im Todeskampf ab und diese Körperflüssigkeiten können die Borreliose-Erreger enthalten, steigern also das Infektionsrisiko, statt es zu vermindern.
Zum Entfernen einer Zecke gibt es mehrere Optionen. Da wäre die Zecken-Pinzette, die Zecken-Karte oder das Zecken-Lasso – alle drei Methoden funktionieren ähnlich. Die Zecke soll hautnah und möglichst nah an den Mundwerkzeugen der Zecke vorsichtig gepackt und durch leichte Dreh- und Kipp-Bewegungen langsam entfernt werden. Auf die Zecke sollte dabei kein Druck ausgeübt werden, denn auch das kann dazu führen, dass die Zecke ihr Körperflüssigkeiten in die Wunde gibt. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, welches Werkzeug für Sie am besten geeignet ist.
Wenn man von einer Zecke gebissen oder gestochen wird (beide Begriffe werden verwendet), sollte nach dem Entfernen die Wundstelle mit Alkohol desinfiziert werden und danach wird geraten, die Wundstelle zu beobachten. Verfärbt sich die Stelle flächig rot, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Nach Spaziergängen in Wald und Wiese sollte man den Körper nach Zecken absuchen und ganz besonders auch den eines eventuell vorhandenen Hundes, auf die Zecken besonders gerne anspringen.
Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen keinesfalls die Freude am Frühlings-Ausflug oder -Spaziergang nehmen, doch muss man den Realitäten Rechnung tragen – der Oberrhein ist leider eine „Zecken-Region“ und daher ist Aufmerksamkeit auf jeden Fall angebracht!
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