Sieg für die Seele

SIG Strasbourg hat es nun nach dem erwarteten Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Polen in der Hand mit einem weiteren Sieg beim Tabellenersten aus der Türkei das Achtelfinale in der Champions League zu erreichen.

Der Bosnier Zack Wright zaubert zur Zeit im Trikot der SIG. Foto: SIG Strasbourg / P. Gigon

(Von Michael Magercord) – Die Tabelle der Gruppe C der Basketball Champions League traf eine klare Aussage: mit dem Tabellenletzten kam am vergangenen Dienstag eine Mannschaft nach Straßburg, die in den zwölf vorangegangenen Parteien nur eine für sich entscheiden konnte. Leichtes Spiel also für den Achtelfinalaspiranten aus dem Elsass?

Ein Blick auf die Tabelle machte zudem klar: wollen die Mannen der SIG nach der Gruppephase noch europäisch sein, mussten sie dieses Spiel gegen Rosa Radom unbedingt gewinnen. Und anfangs war bei den Spielern noch Nervösität zu spüren, doch dann kam alles, wie es kommen sollte: ziemlich souverän brachten sie das Spiel mit 98:81 Punkten nach Hause.

Allerdings machte es ihnen die Mannschaft aus Polen ziemlich leicht. Klar, da wird nun jeder Trainer widersprechen wollen, es gäbe keine leichten Gegner, an diesem Abend aber eben doch. „Zwei Spieler von euch verdienen soviel wie unsere ganze Mannschaft“, erklärte der Gästecoach Wojciech Kaminski von Rosa Radom im Anschluss. Und so konzentriert sich das Spiel der Polen auf ihre beiden – echten – Amerikaner Punter und Harrow, die fast zwei Drittel aller Punkte erzielten: „Meine polnischen Spieler sind sehr jung und trauen sich oft nicht selber abzuschließen“.

Überhaupt die – wahren – Amerikaner: Für die SIG Strasbourg brillierte an diesem Abend der Bosnier Zack Wright, der Bulgare Dee Bost und der Pole David Logan. Ihnen und ihrem Trainer war anzumerken, dass sie erleichtert waren an diesem Abend: nicht nur gewonnen, sondern auch souverän gespielt. Anbetracht des Gegners fast ein wenig zu erleichtert, ganz so, als verlangte ihre Seele nach dem turbulenten Herbst und Winterbeginn vor allem nach ein wenig Balsam.

Mission accomplie – und ohnehin hat die Mannschaft einen kleinen Lauf, den sie allerdings nun unbedingt am 6. Februar im Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer Banvit aus Bandirma fortsetzen sollte. Immerhin haben es die Spieler nun in der eigenen Hand, das Achtelfinale zu erreichen: mit einem Sieg wären sie definitiv dabei.

Das allerdings wird dann nicht so leicht wie letzten Dienstag. Das weiß keiner besser als Zack Wright, der mit seinen Ex-Vereinen schon häufiger in der Türkei Station gemacht hatte: ein schweres Spiel in einer aufgeheizten Atmosphäre. Aber schon im Vorfeld gibt es etwas Balsam für die Seele: das Hinspiel in Straßburg hatte SIG gewinnen können und Banvit ist bereits für die Finalrunde qualifiziert.

SIG Strasbourg – Rosa Radom  98:81
Letztes Gruppenspiel am 6. Februar 18.30 Uhr auswärts gegen Banvit in Bandirma, Türkei

Nächstes Heimpsiel in der Liga bereits morgen, Samstag, 3. Februar um 20.00 Uhr
Gegner: Le Portel

Infos und Tickets: www.sigstrasbourg.fr

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